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Zella bietet zwei gut unterscheidbare Zugänge zum Ort: die historische Propstei- und Kirchenarchitektur sowie das Thema Streuobstwiese. Der 300 Meter lange Lehrpfad Streuobstwiese Zella führt direkt über die Wiese und ist daher nur sehr bedingt für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. Berücksichtigen Sie diese konkrete Einschränkung bei der Auswahl Ihrer Ziele. Zu den lokalen Bezugspunkten zählen eine historische Mariengrotte, ein Barocksaal und eine katholische Barockkirche mit markanten Baudetails.

Propsteigarten und Streuobstwiese

Im Propsteigarten befinden sich die historische Mariengrotte und der Erlebnisspielplatz „Eintauchen in das Leben einer Streuobstwiese“; auch der Klostergarten gehört dazu. An der Propstei gibt es außerdem ein Biosphären-Infozentrum. Hinter der Propstei wachsen Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen. Der Name des Erlebnisspielplatzes greift das Streuobstwiesenthema ausdrücklich auf. Der Lehrpfad erschließt diesen Schwerpunkt inhaltlich: Er informiert über die 2.000-jährige Geschichte des Obstanbaus in der Rhön, typische Sorten, die notwendige Pflege der Bestände und den Gesundheitswert der Früchte. Für die inhaltliche Einordnung lohnt eine Unterscheidung: Die Wiese ist ein konkreter Obstbestand, der Lehrpfad ergänzt ihn um Geschichte, Sorten, Pflege und den Gesundheitswert der Früchte.

Barocke Baukunst in Zella

Die katholische Barockkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1732 vollendet und nach Plänen von Andrea Gallasini aus rotem Sandstein erbaut. Über dem Hauptportal befindet sich das Wappen des Erbauers von Dalberg mit sechs Lilien und dem Fuldaer Kreuz. Die Propstei Zella wurde 1718 fertiggestellt; die Daten unterscheiden somit zwei eigenständige Bauwerke. Der Kirchenbau lässt sich durch Material und Portalwappen konkret fassen, während die Propstei mit ihrer eigenen Baugeschichte und Innenausstattung einen anderen historischen Schwerpunkt setzt.

Im ersten Obergeschoss der Propstei Zella befindet sich ein 2016 restaurierter Barocksaal. Das Deckenfresko zeigt im Zentrum mythologische Motive von Bacchus und Ariadne. Geschaffen hat es Johann Karl Emanuel Wohlhaupter (1683–1756), Fuldaer Hofmaler. Das Fresko führt von der Datierung des Gebäudes zu einem konkreten Ausstattungsdetail; im Vergleich dazu stehen an der Kirche das Baumaterial und das Wappen über dem Hauptportal im Vordergrund.

Regionalgeschichtlicher Blick auf Dermbach

Im übergeordneten Reiseziel Dermbach zeigt das Museum der Thüringischen Rhön traditionelles Handwerk wie Weben und Schnitzen sowie historische Werkzeuge, Trachten, Möbel, landwirtschaftliche Geräte und Handwerkskunst. Seine ausgewählten Schwerpunkte umfassen Kultur- und Sozialgeschichte der Thüringischen Rhön: die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach, den Bauernkrieg in der Vorderrhön und die Korkverarbeitung in Dermbach. Hinzu kommen kleinere Industriebetriebe entlang der 1880 erbauten Feldabahn, die als Schmalspurbahn ebenfalls zu den Museumsthemen gehört. Auch die Legende des Rhönpaulus und die Gefechte zwischen Preußen und Bayern von 1866 im Raum Dermbach zählen dazu. Diese Themen führen vom traditionellen Handwerk und Alltagsgegenständen bis zu regionaler Industrie-, Verkehrs- und Konfliktgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Andenhausen, Buttlar, Moorgrund, Urnshausen, Gerstungen, Kaltenlengsfeld, Berka/Werra, Vacha.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wartburg.

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