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In der Provinz Pichincha, nordwestlich von Quito, liegt das Biosphärenreservat Chocó Andino de Pichincha. Die Region Chocó Andino umfasst die feuchten Tieflandwälder der Ökoregion Chocó-Darién ebenso wie die nördlichen Anden-Bergwälder. Das Biosphärenreservat beherbergt etwa 270 Säugetierarten, 210 Reptilienarten, 200 Vogelarten und 130 Amphibienarten. So gehören zur Naturerkundung sowohl unterschiedliche Waldtypen als auch eine vielfältige Tierwelt. Die ungefähren Zahlen geben einen konkreten Eindruck von der Bandbreite der erfassten Tiergruppen.

Wälder und Artenvielfalt

Mindo bietet einen weiteren Blick auf die Natur der Provinz: Der Ort liegt auf 1.250 Metern über dem Meeresspiegel und gilt als natürliche Referenz der Provinz Pichincha. In der gesamten Umgebung Mindos können mehr als 500 Vogelarten beobachtet werden. Der Wald Mindo Nambillo gilt als einer der Orte mit der größten Biodiversität der Welt. Vogelbeobachtung und die biologische Vielfalt des Waldes sind damit zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Naturinteressierte. Sie können beim Planen Ihrer Entdeckungen überlegen, ob Sie vor allem die Vogelwelt oder die Wälder in den Mittelpunkt stellen möchten.

Archäologie in unterschiedlichen Zeitschichten

Der archäologische Park Cochasquí wurde zwischen 850 v. Chr. und der spanischen Eroberung in den 1530er-Jahren errichtet. Das Gelände umfasst 85 Hektar, 15 Pyramiden und 21 Tolas, also Grabhügel; außerdem gehören Museen und ein botanischer Garten dazu. Die Zeitspanne seiner Errichtung reicht weit zurück und bis an den Beginn der spanischen Eroberung. Mit den Pyramiden, Tolas und weiteren Bestandteilen des Parks lässt sich die archäologische Anlage in mehreren Dimensionen betrachten.

Rumicucho setzt einen anderen historischen Akzent: Auch Pucara de Rumicucho und „Steinfestung“ sind Namen für diesen Ort. Er wurde im 15. Jahrhundert während des Inka-Reiches errichtet und verfügt über fünf große Steinterrassen. Zur Tagundnachtgleiche bilden die Terrassen eine von Osten nach Westen verlaufende Linie zur Sonne. Beim Museo de sitio Tulipe im Reservat Chocó Andino stehen sechs Becken im Mittelpunkt; nach bisherigen Erkenntnissen dienten sie religiösen Zwecken. Die vorsichtige Einordnung gehört zu ihrer Geschichte: Die religiöse Nutzung ist eine bisherige Erkenntnis, keine uneingeschränkte Gewissheit.

Quito und Cayambe: Kultur und Kulinarik

Das historische Zentrum von Quito gilt als das am besten erhaltene und am wenigsten veränderte historische Zentrum Lateinamerikas. Eine weitere Quito-Erfahrung ist die Seilbahn Teleférico: Sie erreicht 4.050 Meter, und ihre 18-minütige Fahrt führt zum Cruz Loma am Hang des Vulkans Pichincha. Die beiden Angaben setzen unterschiedliche Orientierungspunkte: hier das historische Zentrum, dort eine Fahrt mit klar benannter Dauer und Höhe.

Auch Cayambe hat einen eigenen kulturellen Bezugspunkt. Am 2. Oktober 1995 erklärten das Instituto Nacional de Patrimonio Cultural und das Bildungsministerium die Stadt zur Patrimonialstadt. Eine kulinarische Entdeckung ist die Kombination aus frisch gebackenen Bizcochos, Queso de Hoja und heißer Schokolade, die in Cayambe ein gastronomisches Erlebnis bildet. So stehen in der Stadt eine datierte Auszeichnung und ein konkretes Zusammenspiel regionaler Speisen nebeneinander.

Auf zwei Rädern unterwegs

Für Radanfänger ist die Route El Chaquiñán eine weitere Möglichkeit, Pichincha zu entdecken. Ihr 22 Kilometer langer Weg führt durch Cumbayá, Tumbaco und Puembo und ist für Radanfänger geeignet. Die Route lässt sich damit nach einem klaren Merkmal einordnen: ihrer Länge und der beschriebenen Eignung für Einsteiger. Da sich die Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor Ihrer Fahrt die aktuellen Bedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Mindo, Pifo, Pedro Vicente Maldonado, Sangolqui, Nanegalito, Del Salitre, Tumbaco, Cayambe, Tandayapa, Puembo, San Miguel De Los Bancos, Tabacundo, Machachi, Checa, San Joaquín, Hacienda Tambillo Alto, Parroquia Nono, Gualea, Secas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ecuador.

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