Zum Inhalt

La Chocolatera ist der am weitesten vorspringende Punkt der ecuadorianischen Küste und der zweitweiteste Vorsprung Südamerikas. Fünf Aussichtspunkte sind durch selbstgeführte Wege mit Informationstafeln verbunden. So lässt sich dieser markante Küstenpunkt auf mehreren Stationen erkunden, ohne die Aussichtspunkte und ihre Wege zu einem einzigen Blick zusammenzufassen.

Küste zwischen Wellen und Meeresblick

An der La Fae wurde 1984 die erste nationale Surfmeisterschaft Ecuadors ausgetragen. Montañita bietet Besuchern Surfunterricht. Zusammen zeigen die Orte zwei unterschiedliche Bezüge zum Surfen: einen datierten Moment der Sportgeschichte und eine Aktivität für Gäste. Der Küstenabschnitt hat aber auch eine maritime Perspektive jenseits des Surfens. Touristische Boote fahren vom Muelle de San Lorenzo ab, um die ruhigen blauen Gewässer zu erkunden, Vögel zu beobachten und die Gebäude von Salinas vom Meer aus zu betrachten.

Vor Salinas nutzen Buckelwale jedes Jahr von Juni bis September die warmen Gewässer zur Paarung und zum Kalben. Dieser wiederkehrende Zeitraum setzt einen klaren saisonalen Akzent. Bei den Bootsfahrten stehen dagegen ruhiges blaues Wasser, Vogelbeobachtung und der Blick auf Salinas im Mittelpunkt. Für den Besuch lässt sich so unterscheiden, ob Sie sich eher für ein saisonales Naturereignis oder für die Küste vom Wasser aus interessieren.

Auch die Reserva Marina El Pelado prägt den Blick auf die Meereslandschaft: Sie wurde im Oktober 2012 in das nationale Schutzgebietserbe Ecuadors aufgenommen und umfasst 131 km². Zu ihren Küstenbereichen zählen Playa del Palmar, Ayangue und Valdivia. Vor Ayangue, gegenüber dem Inselchen El Pelado, wurde am 29. Dezember 2011 ein Christusbild unter Wasser aufgestellt. Es ist 2,5 Meter hoch, wiegt vier Tonnen und befindet sich elf Meter unter der Wasseroberfläche.

Vogelwelten, Wald und Wasserfälle

Im Feuchtgebiet Humedal Ecuasal leben mehr als 100 Arten von Meeres- und Watvögeln. Im Reservat Loma Alta wurden rund 300 Vogelarten nachgewiesen, darunter endemische Arten der Regionen Tumbes und Chocó sowie typisch andine Arten. Ecuasal ist Lebensraum für Meeres- und Watvögel; Loma Alta vereint endemische Arten aus Tumbes und Chocó mit typisch andinen Arten. Das Reservat unterhält ein Naturtourismusprojekt und hat dafür kommunale Umweltinterpretinnen und Umweltinterpreten ausgebildet.

Bei Dos Mangas führt der Wanderweg Las Cascadas durch die feuchten Wälder der Cordillera Chongón-Colonche und an mehreren Wasserfällen vorbei. In der Regenzeit kann der Hauptwasserfall bis zu 20 Meter hoch werden. Zur Handwerkstradition in Dos Mangas gehört, dass Frauen mit der Toquilla-Palme und Männer mit Tagua arbeiten. Natur und Handwerk sind damit zwei unterschiedliche Aspekte, die sich an diesem Ort entdecken lassen.

Geschichte, Handwerk und kulturelle Orte

Ancón gilt als erste Erdölstadt Ecuadors und als historisch-kulturelles Erbe; gegründet wurde die Stadt von der Anglo Ecuadorian Oilfields Company. Einen anderen Bezug zur regionalen Geschichte bietet der Circuito de la Paja Toquilla. Er führt zu Orten in Santa Elena, an denen der Rohstoff für gewebte Hüte angebaut und hergestellt wird. Die Toquilla-Hüte gelten als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Der Rundgang richtet den Blick damit auf eine Handwerkstradition und die Herkunft des Materials, nicht nur auf das fertige Erzeugnis.

In der Gemeinde Sacachún gilt San Biritute als symbolische Darstellung von Fruchtbarkeit, Regen und Liebe. Die Figur wird dort ausgeprägt verehrt. In Salinas ist Baño de San Juan ein traditionelles Fest am 23. Juni am Playa de San Lorenzo im Sektor Las Palmeras. Wenn das Fest für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie die konkreten Termine für das jeweilige Jahr.

Auch Museumsinhalte geben Einblick in die lange Kulturgeschichte. Das Museo Salinas Siglo XXI, auch Museo de la Gran Península genannt, zeigt prähispanische Ausstellungen, die 6.000 Jahre Kulturgeschichte zusammenfassen. Dazu gehören Traditionen von Valdivia, Chorrera, Engoroy, Jambelí, Guangala und Guancavilca. Das Museo Valdivia stellt die Valdivia-Kultur der formativen Periode von 3000 v. Chr. bis 1500 v. Chr. vor. Sie ist für ihre fortgeschrittene Keramikherstellung und Venusfiguren bekannt, die mit Fruchtbarkeit und Landwirtschaft verbunden werden. Diese unterschiedlichen Themen reichen von regionalen Traditionen bis zu konkreten Vorstellungen, die sich in den Figuren zeigen.

Weitere Reiseziele entdecken: Santa Elena, Ayangue, Simon Bolivar, Punta Blanca, Ballenita, Ayampe, La Rinconada, Montañita, Olon, La Libertad, Chanduy, Anconcito, San Pablo, Valdivia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ecuador.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.