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In Couze-Et-Saint-Front erzählt die Landschaft entlang der Couze von der Papierherstellung: Ehemalige Mühlen, Trockenböden für Papierblätter, Backsteinschornsteine und halb in den Fels gebaute Häuser erinnern an die industrielle Vergangenheit des Ortes. Wer sich für Handwerk und Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von einer weiterhin betriebenen Papiermühle bis zu historischen Kapellen und Kirchen.

Papiermühlen und Ortsgeschichte

Entlang der Couze entstanden 13 Mühlen zur Herstellung von Hadernpapier. Das frühere Papiermacherdorf bewahrt die Erinnerung an sechs Jahrhunderte von Arbeiter- und Papiermachermeisterfamilien. Die sichtbaren Spuren sind verschieden: Neben den ehemaligen Mühlen gehören auch Trockenböden, Schornsteine aus Backstein und Häuser, die teilweise in den Fels gebaut sind, zum Bild der industriellen Vergangenheit.

Die Moulin de Larroque stammt aus dem 13. Jahrhundert; dort wird Papier von Hand hergestellt. Mehr als 150 verschiedene Papiersorten gibt es zum Malen, Schreiben sowie für Alben, Fotos, Karten und Briefpapier. Als Monument historique eingetragen sind die Mühle mit ihrer vollständigen Ausstattung zur Papierherstellung, das Gebäude des Trockenbodens und der Mühlkanal. Der entsprechende Erlass datiert vom 29. November 2013. Die Moulin de la Rouzique bietet einen anderen Bezug zur Papiergeschichte: Sie ist seit 1530 belegt und heute als Ökomuseum des Hadernpapiers weiterhin in Betrieb.

Auch die Anciennes papeteries gehören zum historischen Erbe des Ortes. Sie sind teilweise als Monument historique eingetragen; die Eintragungen datieren vom 4. und 5. Dezember 1989. So begegnet die Geschichte der Papierherstellung sowohl in Mühlen und technischen Anlagen als auch im früheren Dorfleben.

Kapellen und Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten

Die Chapelle Saint-Front de Colubri war eine Pfarrkirche des 12. Jahrhunderts. Sie steht am Ende eines felsigen Sporns, der die Dordogne überragt, und ist seit dem 11. Mai 2015 als Monument historique eingetragen. Ausschlaggebend für den Schutz waren ihre architektonischen Qualitäten und die besondere Qualität ihrer zwei figürlich gestalteten Kapitelle. Eine weitere industrielle Station ist die Moulin de Larroque: Auch sie verbindet historische Bausubstanz mit der dort beschriebenen Handarbeit des Papierschöpfens.

Weitere Bauzeiten lassen sich an den Kirchen ablesen. Die Kirche Saint-Pierre und ihr Priorat wurden im 12. oder 13. Jahrhundert erbaut. Die Kirche Saint-Étienne entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts; ihre große Glocke und ihre Glasfenster sind genau auf das Jahr 1895 datiert. Wer die Ortsgeschichte über die Papierherstellung hinaus betrachten möchte, kann so mittelalterliche Bauwerke und ein späteres Kirchenensemble in den Blick nehmen.

Wege entlang der Couze und in die Landschaft

Die Boucle de Saint Front ist ein 11,5 Kilometer langer Rundweg mit Start in Couze-Et-Saint-Front. Sie ist als Wander- und Mountainbike-Route ausgewiesen. Prüfen Sie vor dem Wandern die örtlichen Bedingungen. Der Sentier du papetier folgt dem Lauf der Couze und setzt einen anderen Schwerpunkt: Bei Besichtigungen der Mühlen vermittelt er Einblicke in die Herstellung von Hadernpapier. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Wahl – eine Rundroute mit angegebener Länge und ein Weg, dessen Thema die Papiermachertradition entlang des Flusses ist.

Eine 2017 veröffentlichte Beschreibung des Rundwegs Font-Blanque verortet dort die „Fauteuils des rois“: zwei in den Fels gehauene Sitze im Wald, an einem Felsabhang mit Blick über das Tal. Als Wegmarkierungen nennt sie GR6, GR6E und ein orangefarbenes Dreieck. Markierungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Wandern. Font Chaude eröffnet einen ruhigeren Landschaftsaspekt: Quellen fließen von den Hängen herab und speisen die Couze. Das macht den Ort zu einem beschriebenen Erholungsplatz zwischen den Quellen und dem Fluss, ohne dass dafür eine bestimmte Route vorausgesetzt werden muss.

Les Copains d'Abord ist eine Vereinigung für Wandern, Naturentdeckung und Zugang zur Kultur. Für die Teilnahme ist eine Mitgliedschaft im Wanderverband erforderlich. So ergänzen organisierte Vereinsinteressen die Möglichkeiten, den Ort über seine Bauwerke, die Papiergeschichte und die Landschaft zu entdecken.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Mesmin, Sainte-Orse, Nanteuil-Auriac-De-Bourzac, Creysse, Azerat, Valeuil, Thiviers, Beaumont-Du-Périgord

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dordogne.

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