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Molières verbindet drei unterschiedliche Perspektiven: den rechtwinkligen Grundriss der Bastide, die Baugeschichte von Kirche und Château sowie Wege, die den Ort mit der Landschaft verbinden. Ein großer Platz, eine überdachte Arkade und der traditionelle Mittwochsmarkt geben Orientierung im Ortsbild; für Wanderungen stehen benannte Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Wahl. So können Sie Ihren Aufenthalt an Architektur und Geschichte, einem Marktbesuch oder Zeit im Freien ausrichten.

Bastideplatz, Markt und Arkade

Der Grundriss der Bastide folgt rechten Winkeln; ein großer Platz ist für Jahrmärkte und Märkte vorgesehen. Auf dem Platz der Bastide findet der traditionelle Mittwochsmarkt „Marché traditionnel du mercredi“ statt. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen, prüfen Sie den Termin vorab, denn Zeiten und Angebot können variieren. Zum Angebot zählen unter anderem Gemüse, Rindfleisch, Cidre, Apfelsaft und Essig, außerdem Zitrusfrüchte, Bio-Avocados aus Spanien, Oliven, Gewürze und Berber-Gebäck. Die Produktauswahl kann sich ändern.

Eine überdachte Arkade schützte die Geschäfte und wird in Molières „le porche“ genannt. Platz und Arkade stehen für zwei verschiedene Nutzungen: Hier ist der Platz mit Märkten und Jahrmärkten verbunden, während die Arkade Schutz für die Geschäfte bot. Das macht den Bastidegrundriss nicht nur als geometrische Anlage, sondern auch über seine benannten Funktionen lesbar.

Kirche und Château: unterschiedliche Zeitspuren

Bei der Kirche Notre-Dame de la Nativité reichen die Hauptbauphasen vom letzten Viertel des 13. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert. Historisch konnte die Kirche 800 Personen aufnehmen. Die weit auseinanderliegenden Bauphasen und die überlieferte Aufnahmekapazität geben zwei konkrete Anhaltspunkte, um sich mit der Geschichte des Bauwerks zu befassen.

Beim Château de Molières beginnt der Bau nach 1287 unter dem Seneschall des Périgord, Guilhem de Toulouse. Am 12. Oktober 1948 wurde das Château als unbewegliches Denkmal eingetragen. Damit stehen bei den beiden Bauwerken unterschiedliche historische Fragen im Vordergrund: bei der Kirche ihre Hauptbauphasen, beim Château der Baubeginn unter einem benannten Amtsträger und die spätere Eintragung als Denkmal.

Wanderungen zwischen Ort und Landschaft

Die Boucle de la Petite Veyière ist eine 1,9 km lange Wanderung entlang kleiner Straßen sowie durch Natur und Landschaften von Molières. Die Boucle de Roumaguet verbindet das reiche Kulturerbe von Molières mit erhaltener Natur. Diese beiden Wege unterscheiden sich in den konkreten Anhaltspunkten für die Planung: Bei der Petite Veyière ist die Streckenlänge beziffert, während bei der Roumaguet das Zusammenspiel von Kulturerbe und Natur den Schwerpunkt bildet.

Der vollständig markierte Chemin d’Amadour führt auf seiner 15. Etappe zwischen Saint-Avit-Sénieur und Cadouin durch Molières. Nach der Durchquerung des Ortes führt er in den dichter werdenden Wald Bessède. Damit steht neben den beiden Boucles auch eine Etappe mit benannten Endpunkten und einem weiteren Verlauf in Richtung Wald zur Wahl. Prüfen Sie die Markierungen vor dem Aufbruch vor Ort.

Für die Wahl zwischen den Schwerpunkten hilft eine einfache Unterscheidung: Die Petite Veyière bietet eine angegebene Streckenlänge, die Roumaguet verknüpft Kulturerbe und Natur, und der Chemin d’Amadour führt als Etappe durch Molières weiter zum Bessède. Am Markt und an den Bauwerken lässt sich der Aufenthalt stärker am Ortskern ausrichten; die Wege setzen jeweils andere Akzente zwischen Molières und seiner Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Sainte-Nathalène, Prats-De-Carlux, Grand-Brassac, Trémolat, Varaignes, Coubjours, Gavaudun, La Cassagne.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dordogne.

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