Ambarès-Et-Lagrave verbindet eine Lage 15 km nördlich von Bordeaux mit einer abwechslungsreichen Wasserlandschaft und einer vielschichtigen Baugeschichte. Die Gemeinde liegt im Herzen der Halbinsel von Ambès und an der Spitze von Entre-deux-Mers, einer von Garonne und Dordogne begrenzten Region. Bei der Planung können Sie sowohl Naturthemen rund um Marais und Teiche als auch Kirchen, Kapellen und historische Bauten berücksichtigen.
Wasserlandschaft und Wassersport
Das Site de Peychaud liegt im Natura-2000-Gebiet der Marais du bec d’Ambès und verbindet geografisch Petit Marais und Grand Marais. Am Lac de la Blanche prägen mehrere Teiche und Möglichkeiten für Wassersport das Bild: Der See wurde auf ehemaligen Kiesgruben angelegt, umfasst 60 Hektar und bietet Möglichkeiten zum Bootfahren, Segeln und Kanufahren. Damit stehen zwei unterschiedliche Aspekte der Wasserlandschaft im Blick – die Verbindung zwischen den Marais und ein See mit mehreren genannten Wassersportarten.
Kirchen und historische Bauten
Für die Église Saint-Pierre ist bereits im 11. Jahrhundert eine Kirche belegt. Die gesamte Église Saint-Pierre ist seit einem Erlass vom 16. April 2002 als historisches Denkmal eingetragen. Das westliche Portal stammt aus derselben Zeit wie die frühe Kirche: Vier Archivolten prägen seine Form, und fünf Rundbögen ruhen auf gekuppelten Säulen. Die Datierung des Kirchenstandorts und der spätere Erlass geben dabei zwei verschiedene zeitliche Orientierungspunkte für die Baugeschichte.
Auch am Château de Peychaud lässt sich die Baugeschichte mit der Gestaltung des Anwesens verbinden. Der Marquis de Fayet ließ das Château errichten. Zahlreiche Bewässerungs- und Entwässerungskanäle des Anwesens sind noch vorhanden. Seit dem 15. März 1966 sind die Fassaden und Dächer des Château de Peychaud als historische Denkmäler eingetragen.
Die Chapelle Saint-Denis wurde um 1875 an der Stelle der früheren Chapelle Saint-Denis du Terray d’Aillabau errichtet, die Ende des 18. Jahrhunderts verfallen war. Der neugotische Bau hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes; seine Glasfenster wurden 1877 eingesetzt. Die Kapelle wird weiterhin für den katholischen Gottesdienst genutzt.
Die Église Notre-Dame-de-la-Grave war früher eine Templerkomturei; ihr ältester Teil stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde 1784 entweiht und dient weiterhin als landwirtschaftliches Nebengebäude und Weinkeller. Die alte Markthalle von Ambarès-Et-Lagrave ist ein seltenes Beispiel für eine Halle auf einer Kolonnade; heute wird das Gebäude als Schule genutzt.
Kulturprogramm und Besichtigungen
In der Kultursaison 2024–2025 richtete das Pôle Culturel Evasion regelmäßig Künstlerresidenzen aus und bot Möglichkeiten für Begegnungen, kulturelle Sensibilisierung und Vermittlungsarbeit. Für konkrete aktuelle Termine prüfen Sie das Programm. In derselben Saison fand Scènes Croisées in Ambarès-Et-Lagrave bereits zum 22. Mal statt. Vier Gruppen aktueller Musik aus der Gironde gestalteten einen festlichen, geselligen Abend.
Im Château Peychaud sind Besichtigungen und Verkostungen nach Terminvereinbarung möglich. Stimmen Sie den Termin vor Ihrem Besuch erneut ab.
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