In Pimbo treffen die Geschichte einer Bastide, romanische Baukunst und frei zugängliche Naturhügel aufeinander. Hinzu kommt der Verlauf der Via Podiensis durch den Ort. Für Ihren Aufenthalt können Sie so unterschiedliche Schwerpunkte setzen: historische Architektur, Pilgerweg oder Naturbeobachtung.
Bastidegeschichte und romanische Baukunst
Pimbo besitzt die älteste Bastide im Département Landes. Ihre Gründung geht auf einen Paréage-Vertrag zurück, der am 15. Dezember 1268 in Saint-Sever geschlossen wurde. Beteiligt waren der Abt von Pimbo und der Seneschall der Gascogne im Namen Heinrichs III. von England, Herzog von Aquitanien. Auch die Ortsform gehört zum Charakter Pimbos: Das Dorf ist als Straßendorf entlang einer Straße angelegt, die auf dem Kamm verläuft.
Die Église Saint-Barthélémy ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Drei Schiffe und drei Apsiden prägen ihren Bau. Ein Schutzbeschluss vom 6. Januar 1998 stellt die Kirche und ihr ehemaliges Pfarrhaus als historische Denkmäler unter Schutz; eingeschlossen sind die nördliche Terrasse und der darunterliegende mittelalterliche Saal.
Am Portal der Collégiale zeigen sich geschnitzte Motive: Scheiben mit keltischem Anklang, Pinienzapfen und Figuren. Die interaktive Besichtigung bietet mehrsprachige Texterklärungen zum Portal und zur Geschichte Pimbos.
Der Jardin du curé an der Collégiale eröffnet Ausblicke auf das Tal des Gabas und bei klarer Sicht auf die Pyrenäen. Die Wetterbedingung ist dabei entscheidend: Der Blick auf die Pyrenäen ist an klare Sicht gebunden.
Die Coteaux de Pimbo: Lebensräume und Lehrpfad
Die Coteaux de Pimbo sind ein 13,81 Hektar großes sensibles Naturgebiet in Pimbo, das vom Département Landes verwaltet wird. Beide Hügel sind frei zugänglich. Zur Landschaft gehören Kalkhügel, natürliche Wiesen, Eichenbestände und Teiche. Diese Elemente geben dem Naturgebiet einen anderen Schwerpunkt als der Ortsgeschichte und der Kirchenarchitektur.
Auf dem Coteau du Moulin verläuft ein ein Kilometer langer Lehrpfad mit Tafeln zu Lebensräumen und Arten. Ebenfalls an diesem Coteau lässt sich auf einem frei zugänglichen Weg die örtliche Tier- und Pflanzenwelt beobachten; dort wachsen mehr als 25 Orchideenarten. Die beschilderte Information und die Beobachtung von Pflanzen und Tieren bieten damit zwei unterschiedliche Zugänge zu den Naturhängen.
Pilgerweg und benannte Routen
Die Via Podiensis führt auf dem Weg nach Santiago de Compostela durch Pimbo, zwischen den Etappen Miramont-Sensacq und Morlanne.
Der Circuit de Sensacq führt durch die Hügel des Tursan und vorbei an Kapellen sowie naturnah erhaltenen Lebensräumen. Pimbo ist mit der offiziellen Route „Pimbo – Circuit de Sensacq“ verbunden; eine weitere Route trägt den Namen „A Pimbo, circuit des Pyrénées“. So können Sie die benannten Routen als eigenen Schwerpunkt neben Kirche, Bastide und Naturgebiet berücksichtigen.
Eine Schatzsuche durch das Dorf
Eine andere Art, Pimbo kennenzulernen, bietet die Schatzsuche: Sie führt durch das Dorf, verbindet mehrere Rätsel und kann zu einem Schatz führen. Das dafür vorgesehene Heft liegt im Briefkasten des ehemaligen Rathauses. Da die Verfügbarkeit vor der Reise geprüft werden sollte, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben, bevor Sie diese Aktivität einplanen.
Für die Wahl eines Hotels in Pimbo hilft die Frage, welcher Schwerpunkt Ihre Reise prägen soll: die Bastidegeschichte und romanische Baukunst, die Via Podiensis oder die Naturhänge mit Lehrpfad und Artenbeobachtung. Die Schatzsuche bietet dazu ein rätselbetontes Format im Dorf.
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