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Saint-Barthélemy liegt am Ufer des Adour, wenige Kilometer flussaufwärts von dessen Mündung. Die örtlichen Barthes bilden ein charakteristisches Feuchtgebiet aus bewaldeten Bereichen und überschwemmbaren Wiesen. Zusammen mit den Wegen durch die Landschaft und den historischen Bauwerken ergibt sich ein Ziel, in dem Natur und Ortsgeschichte gleichermaßen den Aufenthalt prägen.

Feuchtgebiet und Tierwelt der Barthes

Die Barthes bieten Lebensraum für Kraniche, Löffler, Störche, Reiher, Möwen und Singvögel. Zu den geschützten Arten zählen außerdem Fischotter, Nerze und Europäische Sumpfschildkröten sowie Hirschkäfer, Engelwurz und Marsilea-Arten. Das Vorkommen dieser Arten kann saisonal variieren. Der Wechsel aus bewaldeten Flächen und überschwemmbaren Wiesen ist ein prägendes Merkmal des Feuchtgebiets; die genannten Tier- und Pflanzenarten zeigen, wie vielfältig seine Lebensräume sind.

In der Umgebung bietet der Vogelbeobachtungsturm im Jagdreservat Lesgau bei Spaziergängen die Möglichkeit, zahlreiche Vögel zu beobachten. Im Winter gehören auch Kraniche dazu. Da sich die Zugangsregelungen ändern können, informieren Sie sich vor dem Besuch über die geltenden Bedingungen.

Rundwege mit unterschiedlichen Profilen

Mit 12,7 Kilometern ist der Rundweg „Circuit des Barthes Hautes“ fast ebenso lang wie die 12,6 Kilometer lange Runde „L’Adour à Saint-Barthélemy“. Der Circuit des Barthes Hautes ist als mittelschwer eingestuft und eignet sich zum Wandern und Mountainbiken. Er nimmt Adour und Barthes thematisch auf; nahe der Pont de Palle erreicht er einen Gehölzbestand aus Weiden, Erlen, Ulmen und Eschen.

„L’Adour à Saint-Barthélemy“ ist blau markiert und ebenfalls zum Wandern oder Mountainbiken geeignet. Die Runde beginnt an der Kirche und führt durch Wälder, Hänge und überschwemmungsgefährdete Wiesen. Entlang des Adour verläuft sie auf einem breiten, flachen Radweg. Bei der Wahl geben also nicht allein die ähnlichen Streckenlängen Orientierung: Der eine Rundweg ist als mittelschwer beschrieben, der andere durch seine blaue Markierung und den Verlauf entlang des Flusses gekennzeichnet. Wegbedingungen können saisonal variieren; prüfen Sie bei „L’Adour à Saint-Barthélemy“ vor der Tour Zustand und Markierungen.

Der „Circuit du Séqué“ führt durch den sumpfigen Gehölzbestand des Tals von Lesteyras, in dem eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt vorkommt. Das Tal gehört zum größeren Tal der Barthes de l’Adour, das Teil des europäischen ökologischen Netzwerks Natura 2000 ist. Eine Orientierungstafel markiert außerdem den Ausgangspunkt eines ausgeschilderten Fußwegs von etwa 12 Kilometern.

Kirche, Aussicht und Geschichte

Die gotische Kirche Saint-Barthélemy steht auf einem Felsvorsprung. An der Kirche bietet ein Aussichtspunkt einen Panoramablick über die Barthes, das Baskenland und die Pyrenäen; die Sicht ist wetterabhängig. Die frühere Kirche wurde 1873 durch einen neugotischen Bau nach Plänen des aus Biarritz stammenden Architekten Soussigné ersetzt.

Auch der Name Mont Paludar gehört zur Geschichte des Ortes: Saint-Barthélemy war früher eine zur Herrschaft Albret gehörende Baronie von Gosse und wurde 1789 unter diesem Namen eine eigenständige Gemeinde. Bis ins 19. Jahrhundert besaß Saint-Barthélemy einen kleinen Hafen am Adour. Damals war der Fluss eine wichtige schiffbare Wasserstraße der Region. Diese früheren Funktionen ordnen den Ort in eine andere Zeit ein und ergänzen das Bild, das heute vor allem Flusslandschaft, Barthes und Rundwege vermitteln.

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