Eine 450 m² große Dauerausstellung und die archäologische Fundstätte Martinet geben der Vorgeschichte in Sauveterre-La-Lémance unterschiedliche Perspektiven. Das SauveTerre Musée de Préhistoire widmet sich der Vorgeschichte und der Wissenschaft; am Ufer der Lémance erläutern Informationstafeln die Nutzung natürlicher Ressourcen im Mesolithikum. Der thematische Schwerpunkt reicht damit von der gegliederten Ausstellung bis zu einem konkreten Fundort.
Das SauveTerre Musée de Préhistoire
Seit 2011 ist das SauveTerre Musée de Préhistoire in der ehemaligen Gemeindemarkthalle von Sauveterre-La-Lémance untergebracht. Die Dauerausstellung umfasst 450 m² auf zwei Ebenen. In vier Abschnitten behandelt sie die sauveterrische Periode des Mesolithikums sowie die Anpassung des Menschen an eine sich ständig verändernde Umwelt. Diese Themenführung verbindet einen konkreten Zeitraum mit der größeren Frage, wie Menschen auf Umweltveränderungen reagierten.
Zur Vermittlung nutzt die Ausstellung Lichteffekte, Video, Touchscreens, handhabbare Faksimiles, Hörgeschichten und Tierpräparate. Anhand von Modellen, Faksimiles und Touchscreens können Besucherinnen und Besucher die Welt der Vorfahren erkunden. Ein gläserner Aufzug verbindet die Ausstellungsbereiche. Die unterschiedlichen Elemente eröffnen mehrere Zugänge zur prähistorischen Welt: von audiovisuellen Eindrücken bis zur Beschäftigung mit Modellen und Faksimiles.
Der Entdeckungsrundgang verbindet einen Besuch im Innen- und Außenbereich. Er ist für die Allgemeinheit zugänglich und kann selbstständig besucht werden. Ein Begleitheft ist auf Nachfrage am Empfang erhältlich. Wer die Themen lieber im eigenen Tempo erschließt, kann dafür den selbstständigen Rundgang wählen und das Heft am Empfang erfragen.
Martinet und die Geschichte des Sauveterrien
Die archäologische Fundstätte Martinet lässt sich selbstständig auf einem Spaziergang durch die Unterwälder am Ufer der Lémance erkunden. Informationstafeln erläutern dort, wie Menschen im Mesolithikum natürliche Ressourcen nutzten. So begegnet die Epoche auch außerhalb der Ausstellung, mit dem Blick auf einen konkreten Fundort und die Nutzung seiner natürlichen Umgebung.
Der regionale Hintergrund liegt im Tal der Lémance: Dort erforschte der Archäologe Laurent Coulonges in den 1920er-Jahren prähistorische Fundstätten. Am Martinet entdeckte er eine zuvor unbekannte, international bekannte prähistorische Kultur und nannte sie Sauveterrien. Das Sauveterrien datierte er auf etwa 8000 bis 7000 Jahre vor unserer Zeit. Die Forschungszeit der 1920er-Jahre und die wesentlich ältere Datierung der Kultur gehören damit zu unterschiedlichen Abschnitten dieser Geschichte. Der Name Sauveterrien verbindet Coulonges’ Entdeckung am Martinet mit der Einordnung der Kultur in eine mesolithische Periode.
Die beiden Besuchsformen setzen unterschiedliche Akzente: Im Museum führen vier Abschnitte und verschiedene Medien durch die Vorgeschichte; am Martinet stehen der Spaziergang am bewaldeten Ufer und die Erläuterungen zur Ressourcennutzung im Mittelpunkt. Für Ihre Reiseplanung lässt sich der Schwerpunkt so nach Interesse an einer gegliederten Ausstellung oder an einem archäologischen Fundort wählen.
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