In Coutansouze geben Wanderwege und historische Viadukte zwei unterschiedliche Einblicke in die Umgebung. Die Strecken reichen von 12 bis 22 Kilometern; bei Le Gour de l’Annet ist die Wanderung als schwierig eingestuft. Dazu kommen die Buchenwälder des Forêt des Colettes, das Tal der Veauce und Bauwerke mit ganz verschiedenen Maßen und Geschichten. Welche Route oder welcher Ort für Ihren Aufenthalt im Mittelpunkt steht, lässt sich so gezielt abwägen.
Wanderungen nach Länge und Verlauf auswählen
Le Gour de l’Annet ist eine 22 Kilometer lange, schwierige Wanderung durch die Buchenwälder des Forêt des Colettes und das Tal der Veauce. Der Start liegt am Waldkreuz Rond point des Fayes an der D118 in Coutansouze. Die Strecke kann auch mit dem Mountainbike oder auf einem Reitweg unternommen werden. Damit ist sie die längste der hier beschriebenen Wanderungen und zugleich diejenige, für die ausdrücklich ein hoher Schwierigkeitsgrad genannt ist.
Kürzer sind der 12 Kilometer lange Chemin des Amoureux und die 16 Kilometer lange Schleife Le Belon. Den Chemin des Amoureux können Sie von Coutansouze oder vom Vert Plateau aus unternehmen. Le Belon führt nach dem Viaduc de la Perrière hinunter zum Waschhaus von Coutansouze. Die angegebenen Entfernungen machen die Streckenlängen gut vergleichbar, während die Wege jeweils eigene Bezugspunkte haben: beim Chemin des Amoureux zwei mögliche Ausgangsbereiche, bei Le Belon den Viadukt und das Waschhaus.
Waldwege und Radrouten
Auch mehrere Mountainbike-Routen beziehen lokale Wege und Bauwerke ein. Der 14 Kilometer lange Rundkurs VTT’Sioule – Circuit N°2 passiert zunächst den bogenförmigen Viaduc de la Perrière, führt über den Chemin des Amoureux und erreicht anschließend das Waschhaus von Coutansouze. Beim 36 Kilometer langen VTT’Sioule – Circuit N°4 liegt der Bezug zum Forêt des Colettes unmittelbar unterhalb von Coutansouze, nahe dem Waschhaus der Gemeinde. Beide Angaben helfen, die Routen anhand ihrer Länge und benannten Wegpunkte auseinanderzuhalten.
Der Forêt des Colettes erstreckt sich hauptsächlich über Coutansouze, Échassières, Lalizolle und Bellenaves; die Buche ist dort die vorherrschende Baumart. Unter den seltenen Tieren des Waldes sind Gelbbauchunken und Alpenbockkäfer. Damit steht neben den einzelnen Strecken auch eine größere Waldlandschaft im Blick, die über mehrere Gemeinden reicht. Wer sich für die Natur des Gebiets interessiert, findet hier konkrete Anhaltspunkte zu Baumart und Tierwelt, ohne die Gemeindegrenzen des Waldes aus dem Blick zu verlieren.
Viadukte und lokale Geschichte
Der Viaduc du Belon liegt an der Gemeindegrenze zwischen Coutansouze und Louroux-de-Bouble. Seine Bauarbeiten wurden 1869 abgeschlossen; im Juni 1871 wurde er in Betrieb genommen. Mit einer Länge von 231 Metern und einer Höhe von 48,50 Metern ist er der größere der beiden hier beschriebenen Viadukte. Seine Lage an der Gemeindegrenze unterscheidet ihn zugleich vom Viaduc de la Perrière, der in Coutansouze liegt.
Der Viaduc de la Perrière ist ein bogenförmig verlaufender, gemauerter Viadukt mit mehreren Bögen. Er ist 125 Meter lang und 34 Meter hoch. Die beiden Bauwerke bieten somit unterschiedliche Maßstäbe: Der Belon ist länger und höher, während die Perrière durch ihren gekrümmten Verlauf und die Bogenkonstruktion charakterisiert ist. Beide Bauwerke sind auch Bezugspunkte für beschriebene Wege, darunter die Schleife Le Belon und der Mountainbike-Rundkurs VTT’Sioule – Circuit N°2.
Zu den Viadukten des Val de Sioule, die weiterhin von der SNCF für den Personen- und Güterverkehr genutzt werden, zählen der Viaduc du Belon und der Viaduc de la Perrière. Dieser Betriebsstatus kann sich im Laufe der Zeit ändern.
Auch kleinere historische Orte ergänzen das Bild. Die Überreste der früheren Kirche Saint-Gervais-et-Saint-Protais befinden sich im Ortsteil l’Étang, südwestlich des heutigen Ortskerns. Bei Les Fayes steht ein als Croix Saint-Antoine bezeichnetes Kalvarienkreuz.
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