Orcines ist mit dem Puy de Dôme, weiteren Vulkanformen und gallorömischem Erbe ein Ziel für Reisende, die Landschaft und Geschichte verbinden möchten. Rund um die Gipfel eröffnen sich unterschiedliche Perspektiven: von einem Rundweg mit weitem Blick bis zu Wegen mit eigenständigem Charakter. Dazu kommen konkrete Einblicke in die Entstehung der Landschaft und in ihre lange Geschichte.
Vulkanlandschaft und Wege am Puy de Dôme
Der Puy de Dôme ist der höchste Vulkan der Chaîne des Puys – faille de Limagne. Auf seinem Gipfel führt der Chemin de ronde rundherum; von dort bietet sich eine 360-Grad-Ansicht der Landschaft. Eine andere Perspektive eröffnet der Aussichtspunkt der Croix de Ternant: Von dort reichen die Panoramablicke über Clermont-Ferrand, die Ebene der Limagne und die Chaîne des Puys.
Auch die Wege unterscheiden sich in ihrem Charakter. Le Tour du puy de Dôme ist eine Wanderung rund um den größten Dom der Chaîne des Puys. Der Chemin des Muletiers führt zum Gipfel des Puy de Dôme und ist der kürzeste und zugleich sportlichste Weg dorthin. Seine Nutzung reicht bis in die Antike zurück. Wer sich für den Weg entscheidet, wählt damit nicht nur eine Verbindung zum Gipfel, sondern auch eine historische Route.
Geschichte auf dem Gipfel und an der Maison de Site
Auf dem Gipfel des Puy-de-Dôme in Orcines steht der Temple de Mercure, ein gallorömischer Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Seine Ruinen wurden 1889 per Liste als historisches Denkmal eingestuft. Der Tempel gibt der Landschaft einen historischen Bezug, der sich von der Entstehung der Vulkane unterscheidet und den Besuch um eine weitere Perspektive ergänzt.
Die Maison de Site du puy de Dôme bietet touristische Informationen und Ausstellungsbereiche zur Entstehung der Erde sowie zur Chaîne des Puys. So stehen dort Naturgeschichte und die besonderen Formen der Vulkanlandschaft im Mittelpunkt. Auch die Fahrt mit dem Panoramique des Dômes verbindet Aussicht und Vermittlung: Sie dauert 15 Minuten und bringt Fahrgäste auf 1.465 Meter Höhe; an Bord gibt es Audiobeiträge zur Geschichte des Puy de Dôme.
Puy des Goules und Grotte du Sarcoui
Der Puy des Goules ist ein 1.146 Meter hoher Vulkan mit einem regelmäßigen Krater von 200 Metern Durchmesser und 40 Metern Tiefe. Vom Gipfel bieten sich Ausblicke auf den Grand Sarcoui, den Puy de Dôme und den südlichen Teil der Chaîne des Puys. Diese konkreten Blickziele machen den Gipfel zu einer eigenen Station für alle, die beim Wandern die Vulkanlandschaft aus verschiedenen Richtungen betrachten möchten.
Am Hang des Grand Sarcoui (Aydat/Orcines) liegt die Grotte du Sarcoui. Sie ist ein ehemaliger merowingischer Steinbruch, in Domit gehauen, in dem Sarkophage gefertigt wurden. Das Innere darf aufgrund einer behördlichen Anordnung strikt nicht betreten werden. Sicher betrachten lässt sich die Grotte von der Wanderschleife des Puy des Goules aus. So können Sie den historischen Ort in Ihre Beschäftigung mit der Landschaft einbeziehen, ohne den untersagten Zugang zum Inneren zu nutzen.
Anfahrt zur Abfahrtsstation
Für die Anfahrt zum Panoramique des Dômes ist auch die T2C-Linie P36 relevant: Sie fährt direkt die Abfahrtsstation am Fuß des Puy de Dôme an. Wenn Sie diese Verbindung einplanen, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Die Fahrt mit dem Panoramique selbst dauert 15 Minuten; sie ist damit klar von der Zeit zu unterscheiden, die Sie für Wege, Aussichtspunkte oder die Ausstellungen einplanen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Sayat, Royat, Miremont, Bas-Et-Lezat, Grandrif, Orcet, Saint-Georges-sur-Allier, Bromont.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Puy-De-Dôme.