Zum Inhalt

Saint-Genès-Du-Retz lässt sich über unterschiedliche Interessen erschließen: die Kirche Saint-Bénilde mit ihren architektonischen Merkmalen, den Menhir Pierre Sanglante und den nach ihm benannten Rundweg. Wenn Sie einen Ort für einen Aufenthalt auswählen, bietet diese Unterscheidung eine erste Orientierung. Die Kirche richtet den Blick auf Bauform und historische Erwähnung; der Menhir bringt archäologische Bezüge ins Spiel, während der Rundweg eine Wanderung mit benannten Stationen verbindet. Auch das feudale Schloss und Pont-de-Retz zählen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten.

Kirche Saint-Bénilde: Bauform und Geschichte

Die Kirche Saint-Bénilde wird erstmals in einer päpstlichen Bulle aus dem Jahr 1115 erwähnt. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes; das Querhaus springt vor. Die halbrunde Apsis wird von zwei Nebenapsiden flankiert. Zusammen geben Grundriss und Apsisgruppe eine klare Vorstellung von der Gliederung der Kirche: Die Kreuzform beschreibt den Bau als Ganzes, Querhaus und Nebenapsiden benennen einzelne Elemente. Am Portal wechselt die Betrachtung zu weiteren Details. Es ist rundbogig und trägt ein skulptiertes Tympanon. Ein Tympanon ist das Feld über dem Portal; hier kommt zur Rundbogenform ein skulptiertes Element. Auch die beiden Türflügel sind mit mittelalterlichen Türbeschlägen verziert. Wer sich für Kirchenbau interessiert, kann so die Gesamtform mit der Gestaltung des Eingangs und der Türen vergleichen. Die Jahreszahl 1115 ergänzt diese baulichen Merkmale um den Zeitpunkt der ersten Erwähnung.

Menhir und Rundweg La Pierre Sanglante

Der Rundweg La Pierre Sanglante beginnt vor der Schule in Saint-Genès-Du-Retz. Er führt an einem Schloss aus dem 15. Jahrhundert vorbei und verläuft über die Allée du Menhir zu dem Megalithen. Startpunkt, Wegpunkt und Ziel lassen sich so konkret benennen. Für Wanderinteressierte liegt der praktische Unterschied zur Kirchenbesichtigung im Verlauf: Hier stehen Start und aufeinanderfolgende Wegpunkte im Vordergrund, dort die baulichen Details an einem einzelnen Denkmal.

Die Pierre Sanglante ist ein mesolithischer Menhir mit Schälchen in der Nähe der Bahnlinie. Der Menhir wird auch „Pierre Frite“ genannt. Die Schälchen sind ein konkretes Merkmal des Steins; der zweite Name ergänzt die örtliche Namensform. Außerdem wird der Menhir mit der frühen Besiedlung dieses Ortes in Verbindung gebracht. Dabei stehen eine zeitliche archäologische Einordnung und ein historischer Zusammenhang nebeneinander: „mesolithisch“ ordnet den Menhir ein, während die Verbindung mit früher Besiedlung eine Deutung des Ortes ausdrückt. Diese Unterscheidung hilft, den Stein sowohl über seine Merkmale als auch über seine historische Einordnung zu betrachten.

Schloss und weitere Sehenswürdigkeiten

Das feudale Schloss steht im Zentrum des Dorfes und wurde im 15. Jahrhundert umgebaut. Anders als die Jahreszahl 1115, die zur ersten Erwähnung der Kirche Saint-Bénilde gehört, datiert das 15. Jahrhundert einen Umbau des Schlosses. So lassen sich zwei historische Angaben unterscheiden: eine frühe Erwähnung der Kirche und eine Veränderung des Schlosses. Pont-de-Retz zählt ebenfalls zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Als zusätzlicher Ortsbezug ergänzt es die näher beschriebenen Bau- und Wanderziele.

Weitere Reiseziele entdecken: La Crouzille, Saint-Eloy-Les-Mines, Espinasse, Miremont, Cournon-D'auvergne, Saint-Ignat, Saurier, La Godivelle.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Puy-De-Dôme.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.