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In Guilers treffen unterschiedliche historische Themen auf das Naturgebiet Bodonou. Die Bauwerke bieten Anknüpfungspunkte von der Architektur des 15. und 16. Jahrhunderts bis zur Verteidigungsgeschichte des späten 18. Jahrhunderts. Bodonou ergänzt diese Perspektive um ein Feuchtgebiet und Wege. Für Ihre Reiseplanung können Sie daher zunächst entscheiden, ob Sie vor allem Baugeschichte, ein historisches Denkmal oder Landschaft und Wege interessieren.

Architektur und Baugeschichte

Die Église Saint-Valentin vereint mehrere klar unterscheidbare Baustile. Ihre ältesten Teile stammen aus dem 15. Jahrhundert. Das Südportal ist der Renaissance zugeordnet, das Kirchenschiff ist neugotisch; Fenster und Chor sind neoklassizistisch. Die Stilbezeichnungen beziehen sich also auf verschiedene Teile des Bauwerks: Portal, Kirchenschiff, Fenster und Chor haben jeweils eine eigene architektonische Einordnung. Am Eingang des kleinen Pfarrbezirks befindet sich außerdem eine Pietà aus Kersanton aus dem 16. Jahrhundert. Hier lässt sich die Betrachtung der Bauformen um ein einzelnes religiöses Kunstwerk und sein Material ergänzen.

Das Manoir de Kéroual ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert in Bois de Keroual in Guilers. Heute hat es eine künstlerische Funktion und ist seit 2002 mit dem elektronischen Musikfestival Astropolis verbunden. Damit stehen am selben Bauwerk historische Architektur, eine gegenwärtige künstlerische Funktion und die Festivalbeziehung nebeneinander. Das Fort de Penfeld setzt einen anderen Akzent: Es wurde zwischen 1776 und 1783 errichtet, um Brest gegen einen von Westen kommenden englischen Angriff zu verteidigen. Der spätere Erwerb und die Aufwertung durch die Gemeinde Guilers ermöglichten die Bewahrung eines bedeutenden Bestandteils des brestischen Kulturerbes. So lässt sich seine ursprüngliche militärische Zweckbestimmung von der späteren Rolle der Denkmalpflege unterscheiden.

Bodonou: Feuchtgebiet und Wege

Das Naturgebiet Bodonou liegt in einem Feuchtgebiet zwischen Guilers, Saint-Renan und Plouzané. Es umfasst 127 Hektar und liegt am Rand eines ehemaligen Steinbruchgeländes, das dort rund 40 Jahre lang industriell genutzt wurde. Bodonou verfügt außerdem über 8 Kilometer Wege, die ganzjährig geöffnet sind. Wenn Sie die Wege für einen bestimmten Termin einplanen, kann es sinnvoll sein, ihre Verfügbarkeit vor Ort zu prüfen.

Die Naturperspektive und die Bauwerke beantworten unterschiedliche Interessen: Bodonou bietet den konkreten Bezug zu Feuchtgebiet und Wegen, während die Église Saint-Valentin und das Manoir de Kéroual vor allem architektonische Themen eröffnen. Das Fort ergänzt diese Auswahl um Militärgeschichte und die Bewahrung des brestischen Kulturerbes. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts danach setzen, welche dieser Themen für Sie im Vordergrund stehen.

Weitere Denkmäler

Die Chapelle de Bodonou beherbergt eine polychrome Statue der Jungfrau mit dem Kind aus Kersanton, die im Inventar der historischen Denkmäler verzeichnet ist. Die Kapelle wurde wahrscheinlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet. Die Datierung bleibt damit eine wahrscheinliche Einordnung. Croas Téo ist eine achteckige protohistorische Stele, die christianisiert und von einem Kreuz bekrönt wurde. Sie gilt als ältestes Denkmal von Guilers. Die beiden Beispiele stehen für unterschiedliche Formen des Kulturerbes: eine Kapelle mit ihrer Statue und eine Stele, deren Gestalt durch Christianisierung und Kreuzbekrönung geprägt ist.

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