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Die steinernen Zeugnisse in Irvillac lassen sich über ihre unterschiedlichen Formen und Zeitangaben erschließen: die Église Saint-Pierre, Kapellen, ein Brunnen und Wegekreuze. Für Ihre Reiseplanung bietet das einen klaren kulturellen Schwerpunkt: Baugeschichte, religiöse Architektur und markante Inschriften stehen nebeneinander. Die Zeitangaben reichen von der Bauzeit im 17. Jahrhundert bis zur denkmalrechtlichen Eintragung von 1928; bei den Wegekreuzen kommt ein konkreter Routenbezug hinzu.

Église Saint-Pierre: Bauzeit, Portal und Beinhaus

Die Église Saint-Pierre ist durch Erlass vom 25. Februar 1928 als historisches Denkmal eingetragen. Diese Eintragung ist von ihrer Bauzeit zu unterscheiden: Das Gebäude wurde größtenteils im 17. Jahrhundert errichtet; 1656 wird mit der Bauzeit in Verbindung gebracht. Am Eingangsportal zeigt sich die Renaissance-Gestaltung; zugleich besitzt es zwei gekoppelte rundbogige Türen. Stil und konkrete Türform benennen verschiedene architektonische Aspekte. Auch das Beinhaus fügt eine eigene historische Ebene hinzu: Es trägt das Datum 1692 und diente zeitweise unter dem Namen Notre-Dame-de-la-Délivrance als Kapelle. Im Beinhaus befinden sich Statuen der heiligen Anna und des heiligen Joachim. Bauzeit, Eintragung, frühere Nutzung und Figuren geben Ihnen mehrere Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für sakrale Architektur und ihre unterschiedlichen Details interessieren.

Kapelle und Brunnen: Standort, Inschriften und Material

Bei der Chapelle Notre-Dame-de-Lorette stehen Lage und Bauinschriften im Vordergrund. Sie steht auf einer Terrasse und überragt den Weiler Coat-Nant. An der Kapelle befinden sich Inschriften mit den Jahreszahlen 1629 und 1634. Die Beschreibung ihrer Stellung zum Weiler und die beiden Jahreszahlen erfüllen unterschiedliche Rollen: Die eine betrifft den Ort, die anderen sind konkrete Bauinschriften. Einen anderen Akzent setzt die Fontaine de Reun ar Gaouen in Irvillac. Sie ist eine Granitstruktur aus dem 17. Jahrhundert. Bei diesem Brunnen lassen sich Material und Zeitraum direkt zusammen betrachten; bei Notre-Dame-de-Lorette treten dagegen die Lage auf der Terrasse und die zwei Jahreszahlen hervor. So stehen innerhalb des kulturhistorischen Themas sowohl Angaben zur Baugestalt und zum Material als auch eine genaue Beschreibung der Umgebung einzelner Bauwerke.

Wegekreuze und ihre Routenbezüge

Das Calvaire de Traonevezec ist eines von neun Wegekreuzen entlang der Route „KERINOT-MALANTY-GOASVEN“. Heute ist es außerdem ein Wegpunkt des GR34. Zudem ist es Wegpunkt einer Fahrradroute, die sich noch in Entwicklung befindet. Damit kommen am selben Calvaire drei unterschiedliche Hinweise zusammen: die Zugehörigkeit zur Gruppe entlang der benannten Route, der heutige GR34-Bezug und der Wegpunktstatus an einer Fahrradroute in Entwicklung. Das Calvaire de Croas Lidou hat einen anderen Schwerpunkt. Es stammt aus dem Jahr 1640 und wird dem Bildhauer Roland Doré zugeschrieben. Im Vergleich stehen bei Traonevezec die verschiedenen Routenbezüge im Vordergrund, bei Croas Lidou das Entstehungsjahr und die Zuschreibung. Wenn Sie die kulturhistorischen Themen Irvillac gewichten, können Sie daher zwischen Wegebezügen auf der einen und Datierung samt Künstlerzuordnung auf der anderen Seite unterscheiden.

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