Eine Kapelle nahe dem GR 34, ein Granitviadukt mit fünf Bögen und ein Rundweg, der alte Bahntrasse und Küstenabschnitt verbindet: Kersaint lässt sich besonders über Kulturgeschichte und Wege entdecken. Für Ihren Aufenthalt ist die Wahl zwischen einer längeren Wanderung und einzelnen Besuchen hilfreich. Der Circuit de Trémazan umfasst 12 Kilometer und dauert drei Stunden; daneben gibt es eine kürzere, leichte Runde. Kapelle, Quelle und Château setzen zudem unterschiedliche Schwerpunkte.
Kapelle und Kulturgeschichte
Die Kapelle Notre-Dame de Bon Secours liegt nahe dem GR 34 und ist zugleich der Startpunkt des Circuit de Trémazan. Vom Palmsonntag bis Allerheiligen sowie während der Weihnachtsferien ist sie täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiträume ist sie sonntags geöffnet. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrer Reise, damit der Kapellenbesuch in Ihre Planung passt.
Die heutige Kapelle von Kersaint wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut und 1518 zur Stiftskirche erhoben. Drei Glasfenster aus dem Jahr 1901 stammen vom Glasmaler Léon Payan. Auch die Maison des Chanoines gehört zur Geschichte der Kapellenbetreuung: Sie wurde zwischen 1550 und 1560 für eine kleine Gemeinschaft von sechs Chorherren errichtet. Diese Gemeinschaft war 1518 gegründet worden, um die Kapelle von Kersaint zu betreuen.
Das Heiligtum von Kersaint war über Jahrhunderte ein bedeutender Ort der Volksfrömmigkeit und zog Pilger aus der gesamten Region an. Besonders wichtig waren die Pardons zu Mariä Himmelfahrt, zur Trinität und zu Christi Himmelfahrt. Im Sommer veranstaltet der Cycle Musical de la Chapelle de Kersaint-Landunvez fünf oder sechs Konzerte. Prüfen Sie die konkreten Termine vor Ihrer Reise.
Rundwege nach Länge und Verlauf wählen
Die Ballade à Kersaint ist ein leichter Rundwanderweg von 5,5 Kilometern. Der Circuit de Trémazan ist mit 12 Kilometern die längere Runde; für ihn ist eine Dauer von drei Stunden angegeben. Beide Strecken lassen sich so nach der gewünschten Weglänge unterscheiden, ohne für die kürzere Runde eine Gehzeit anzusetzen.
Der Circuit beginnt an der Kapelle und führt über die ehemalige Eisenbahntrasse nach Argenton. Auf dem Rückweg verläuft er über den GR 34 entlang der Küste von Penfoul nach Trémazan und Kersaint. Der Verlauf verbindet damit einen Abschnitt auf der früheren Bahntrasse mit einem Küstenweg. Wenn Sie diese Runde einplanen, können Sie die angegebene Dauer von drei Stunden als Orientierung für Ihre Zeitplanung nutzen.
Viadukt und Sainte-Haude-Quelle
Das Viaduc de Kersaint wurde aus lokalem Granit errichtet. Seine fünf Bögen erheben sich 12 Meter über den Fluss Kersaint. Die frühere Eisenbahntrasse am Viadukt ist heute eine Autostraße, die auch Radfahrer und Spaziergänger nutzen. Das Viadukt und die veränderte Nutzung der Trasse erzählen auf unterschiedliche Weise von der Eisenbahngeschichte dieses Ortes.
Die Sainte-Haude-Quelle liegt in bewaldeter Umgebung, fern von Wohnhäusern. Zu ihren Merkmalen gehören ein Becken, ein schlichtes Waschhaus und eine wiederverwendete gallische Stele. Für den Zugang parken Sie 300 Meter vor dem Ende der asphaltierten Straße und gehen zu Fuß weiter. 200 Meter später biegen Sie auf den Weg zur Quelle ab. Bei Regen kann der Zugang schlammig sein; berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung.
Château de Trémazan und Plage du Château
Das Château de Trémazan in Kersaint ist eine verfallene befestigte Burg. Wegen des Privateigentums und der Gefahr von Steinschlag ist der Zutritt ausdrücklich verboten. Beachten Sie das Verbot und prüfen Sie die Zugangshinweise vor Ort. Eine bebilderte Informationstafel steht unmittelbar beim Parkplatz am Château.
Bei Flut ist die Plage du Château eine kleine, geschützte Bucht in der Nähe des Dorfs Kersaint. Sie ergänzt die kulturellen Stationen und Rundwege um einen Küstenort, den Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts berücksichtigen können.
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