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Loc-Eguiner bietet zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: die Bau- und Bildgeschichte der Église Saint-Eguiner sowie den Circuit de la vallée perdue, eine 8,3 Kilometer lange Trailroute. Bei der Reiseplanung können Sie entscheiden, ob Sie vor allem sakrale Architektur und Skulpturen in den Mittelpunkt stellen oder zusätzlich die Strecke durch die nördliche Gemeindelandschaft einplanen möchten.

Église Saint-Eguiner: Baugeschichte und Architektur

Die Église Saint-Eguiner entstand ursprünglich als Kapelle, die 1577 geweiht wurde. 1640 wurde sie zur Kirche, als Loc-Eguiner zur Trève von Ploudiry wurde. Als Monument historique ist sie seit dem 1. Juni 1927 eingetragen. Für die Einordnung lohnt es sich, diese Zeitpunkte auseinanderzuhalten: 1577 bezeichnet die Weihe, 1640 den Status als Kirche und 1927 die offizielle Eintragung als Monument historique. Das Gebäude hat drei gleich große Schiffe, einen westlichen Glockenturmvorbau, zwei offene Laternenaufsätze und ein dreiseitiges Chorhaupt mit der Jahreszahl 1631.

Innenraum und Bildwerke

Im Inneren befinden sich ein Taufbecken und eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert, eine Sakristei aus dem 18. Jahrhundert sowie zwei Retabel. Am Kalvarienberg der Église Saint-Eguiner stehen neben Christus Statuen der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes. Auf der Rückseite ist eine Pietà dargestellt, umgeben von einer heiligen Frau und Maria Magdalena. Ein Flachrelief darunter zeigt den heiligen Sebastian, den zwei römische Soldaten mit Pfeilen durchbohren.

Brunnen und Stele

Die Fontaine Saint-Jean trägt auf ihrem dreieckigen Giebel die Jahreszahl 1690, beherbergt eine Statue des heiligen Johannes und grenzt an ein Waschhaus. Die Fontaine Saint-Eguiner ist der größte Brunnen im Ortskern, trägt die Jahreszahl 1566 und beherbergt eine kleine Statue. Auf dem Friedhof nördlich des Pfarrbezirks steht eine christianisierte Granitstele aus dem Dorf Kerargan. Sie ist 2,50 Meter hoch und aus grobkörnigem Granit gefertigt. Die zeitliche Einordnung umfasst einen Rahmen vom Eisenzeitalter bis ins 20. Jahrhundert; ein Ursprung der Stele im Eisenzeitalter ist jedoch nicht eindeutig belegt. Eine Christianisierung im Mittelalter gilt als wahrscheinlich.

Pardon Loc-Eguiner

Der Pardon Loc-Eguiner findet am ersten Augustwochenende statt. Dazu gehören eine Prozession und ein Hochamt am Sonntagvormittag; am Nachmittag folgt die von der Gemeinde angebotene Straßentheaterveranstaltung „Un jour à Loc!“. Wenn Sie die Veranstaltung besuchen möchten, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Termine und das Programm.

Der Circuit de la vallée perdue

Der Circuit de la vallée perdue ist eine Trailroute in Loc-Eguiner. Die Strecke ist 8,3 Kilometer lang und als leicht eingestuft. Für die Auswahl sind beide Angaben getrennt zu lesen: 8,3 Kilometer bezeichnen die Länge, „leicht“ die eingestufte Schwierigkeit. Die Startadresse lautet 29400 Loc-Eguiner. Die Route führt auf einer schattigen Strecke durch die Landschaften im Norden der Gemeinde. GPX- und KML-Dateien stehen zum Export der Wanderstrecke auf ein GPS-Gerät oder in ein anderes Navigationsprogramm zur Verfügung. Sie können die Dateien für die digitale Tourenplanung nutzen; prüfen Sie vor der Wanderung die aktuellen Routendetails, denn diese können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Plouzane, Trégarvan, Lanmeur, Plouégat-Guérand, Laz, Lanhouarneau, Tréméoc, Argol.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Finistere.

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