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Locunolé wird von der Ellé durchquert und liegt an den Roches du Diable. Der Ort verbindet eine ländliche Bocage-Landschaft mit Zeugnissen aus mehreren Jahrhunderten: Zum Ortsbild gehören historische Häuserzeilen, eine Pfarrkirche, Kapellen und Mühlen. Auch Kanu- und Kajaksport zählt zu den mit Locunolé verbundenen Themen. Wenn Sie ein Reiseziel nach Flusslandschaft, Wassersport oder Bau- und Ortsgeschichte auswählen, lassen sich diese Interessen hier gut voneinander unterscheiden.

Ellé, Bocage und Roches du Diable

Die Ellé durchquert Locunolé; ihr Tal bildet im Osten die natürliche Grenze zu Guilligomarc'h und Arzano. Die ländliche Bocage-Landschaft beschreibt einen anderen Aspekt des Gebiets als die Flusslinie. Für die geografische Einordnung helfen beide Angaben: Der Fluss verläuft durch den Ort, während das Tal dessen östliche Grenze markiert. Locunolé gehört außerdem zum Typ-1-ZNIEFF-Gebiet „Vallée de l’Ellé, de l’aval du Naïc aux Roches du Diable“.

Das Gebiet der Roches du Diable ist für Kanu- und Kajaksport sowie für nationale und internationale Wettbewerbe bekannt. Eine Beschreibung aus dem Jahr 2008 führt die Rundwanderung Les moulins de l'Ellé von Locunolé entlang der Mäander der Ellé, vorbei an Mühlen und den Roches du Diable. Wassersport und Wandern stehen damit als unterschiedliche Möglichkeiten im Mittelpunkt: Bei der Tour geht es um den Verlauf am Fluss und die Mühlen am Weg, beim Kanu- und Kajakfahren um die Nutzung des Gebiets an den Roches du Diable. Wenn Sie die Rundwanderung einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch Wegbedingungen und Zugang.

Ortskern, Kirche und Kapellen

Im Ortskern ist eine historische Siedlungsstruktur mit erhaltenen Elementen aus dem 16. und 17. Jahrhundert überliefert. Dazu zählen Häuserzeilen in der Rue des Camélias und das ehemalige Pfarrhaus in der Rue du Moulin Neuf 3. Die Pfarrkirche Saint-Guénolé bewahrt von ihrem Vorgängerbau, der kurz nach 1670 errichtet wurde, die Westfassade mit monumentalem Portal. Im Inneren ist ein auf 1672 datiertes Taufbecken erhalten. Die beiden Zeitangaben beziehen sich also auf unterschiedliche Bauteile: Die Fassade gehört zum Vorgängerbau, das Taufbecken trägt sein eigenes Datum.

Die Kapelle Notre-Dame-du-Folgoët steht auf dem Friedhof von Locunolé. Ihr kreuzförmiger Bau hat Seitenflügel und einen polygonalen Chor; am Gebäude finden sich die Jahreszahl 1681 und der Name des Pfarrers Corentin Redon. Die Kapelle Sainte-Gertrude stammt aus dem 16. Jahrhundert und folgt der Tradition der flamboyant-gotischen Architektur. An ihrem Andachtsbrunnen steht die Jahreszahl 1893. So lassen sich an den sakralen Bauwerken unterschiedliche Hinweise auf Bauzeit, Form und Ausstattung nebeneinanderstellen.

Mühlen und bauliche Zeugnisse

Die Moulin de Kerléon war eine ehemalige herrschaftliche Mühle, in der hauptsächlich Weizen gemahlen wurde. Sie ist seit den frühen 1970er-Jahren außer Betrieb, bewahrt aber Bauelemente aus dem 17. Jahrhundert. Im Gebäude sind außerdem noch zwei Räder mit parallelen Achsen erhalten. Ihre Geschichte als Mühle und die heute noch vorhandenen Bauteile sind damit klar voneinander zu unterscheiden.

Bei der Moulin du Stale zeigt sich dagegen eine bauliche Funktion am Fluss: Acht abgerundete Pfeiler im Flussbett der Ellé tragen heute die Brückentafel und erfüllen teilweise die Aufgabe eines Überlaufs. Das Herrenhaus Le Sparle bietet einen weiteren historischen Bezug. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und bewahrt eine Wendeltreppe sowie monumentale Kamine; es befindet sich in Privatbesitz.

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