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Plougar lässt sich über zwei unterschiedliche Zugänge entdecken: die Baugeschichte und Bildwerke rund um Saint-Pierre oder eine Wanderung auf dem Circuit des moulins. Kirche, Kreuze und weitere benannte Zeugnisse prägen den kulturhistorischen Schwerpunkt; der 13 Kilometer lange Fußweg bietet einen klar umrissenen Zeitrahmen. So können Sie für Ihren Aufenthalt abwägen, ob einzelne Bauwerke oder eine Tour durch das Guillec-Tal besser in Ihre Planung passen.

Saint-Pierre: Baugeschichte und Ausstattung

Die Kirche Saint-Pierre stammt aus dem Jahr 1635 und wurde 1681 sowie 1840 restauriert. Ihr kreuzförmiger Grundriss gliedert sich in ein dreijochiges Langhaus, Seitenschiffe, ein Querschiff, einen Chor und zwei Kapellen. Diese Begriffe machen die Gliederung des Baukörpers anschaulich: Das Langhaus ist der längs ausgerichtete Teil, das Querschiff bildet den Querarm; Chor und Kapellen vervollständigen den Grundriss. In der Kirche befinden sich Statuen der Heiligen Barbe, Johannes des Täufers, Yves, Sebastian, Eloi, Pierre, Paul, Roch und Edern sowie ein Ecce Homo. Die Statue der Heiligen Barbe besteht aus Kersanton. Auf dem Friedhof der Kirche befindet sich außerdem ein Beinhaus aus dem 17. Jahrhundert.

Kreuze, Brunnen und Herrenhaus

Für den kulturhistorischen Blick auf Plougar sind neben Saint-Pierre weitere datierte Bauzeugnisse und örtliche Überlieferungen interessant. Das Kreuz von Kerdévi, auch Kerdévy genannt, stammt aus dem Jahr 1509; das Kreuz von Kercoadou, auch Croix-de-Valy-Fao genannt, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das monumentale Kreuz Kroaz Hir, auch Croaz ar Mission genannt, befindet sich 350 m südöstlich der Kirche von Plougar. Es ist restauriert und besitzt einen Opfertisch. Im Ortskern befinden sich außerdem ein Kreuz aus dem 15. Jahrhundert und ein Wegepflicht-Marker aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Der Brunnen von Trémagon, auch Feunteun-ar-Vur genannt, ist mit einer Legende über einen verborgenen Schatz verbunden – eine lokale Überlieferung, kein belegter Schatzfund. Das Herrenhaus Lanneunvet stammt aus dem Jahr 1615.

Der Circuit des moulins zu Fuß

Der Circuit des moulins ist ein 13 km langer Fußwanderweg; für ihn wird eine Dauer von zwei bis vier Stunden angegeben. Der Startpunkt ist der Parkplatz unterhalb der Kirche Saint-Pierre in Plougar. Der Weg wird empfohlen, um das Guillec-Tal zu entdecken, und führt am Pfarrgehege Saint-Pierre sowie am Brotofen von Tronjoly vorbei. Zu den sieben Mühlen in Plougar zählt die Wassermühle von Tronjoly. Vor der Wanderung sollten Sie die örtlichen Bedingungen prüfen. Für die Tagesplanung ist die Spanne von zwei bis vier Stunden eine Orientierung, keine punktgenaue Zeit; zusammen mit den 13 km beschreibt sie den Umfang der Tour.

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