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Plourin Les Morlaix lässt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: die Baugeschichte des Moulin de Coatanscour und der Kapellen sowie die Landschaft am Queffleuth. Bewaldete Ufer, Felsen und kräftige Strömung stehen hier neben Bauwerken aus verschiedenen Jahrhunderten. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie danach unterscheiden, ob Sie vor allem Architektur, religiöse Zeugnisse oder den Flussraum in den Mittelpunkt stellen möchten. Die einzelnen Orte erzählen dabei keine einheitliche Geschichte: Mühlenarbeit, Kapellenbau und die Reste eines Klosters verweisen auf unterschiedliche Funktionen und Zeiten.

Mühlen, Kreuze und Klosterreste

Der Moulin de Coatanscour wurde zwischen 1560 und 1580 aus großen behauenen Granitsteinen errichtet; Strebepfeiler gehören zu seiner Baugestalt. Seine Fassaden und Dächer sowie der Mühlendamm am Ort Coatanscour wurden durch Erlass vom 8. Februar 2018 teilweise als Monument historique eingetragen. Auch die frühere Funktion der Mühle gehört zu ihrer Geschichte: Der Müller bewohnte sie. Seine Arbeit erfüllte eine herrschaftliche Funktion, die ihm die Herren von Coatanscour anvertraut hatten. Bauweise und Arbeitsgeschichte geben so zwei verschiedene Perspektiven auf das Gebäude.

Das Croix de Stanennic ist ein mittelalterliches Kreuz. Ein anderer Blick auf ältere Ortsgeschichte eröffnet sich an der Fontaine Saint-Fiacre: Zusammen mit einem Teil der Umfassungsmauer ist sie ein erhaltener Rest des Klosters Saint-Fiacre. Vincent le Borgne, Seigneur de Lesquifiou, gründete das Kloster 1660 für die Mönche der Kongregation der Minimen. Kreuz, Brunnen und Mauer stehen für unterschiedliche Formen des erhaltenen Erbes: ein einzelnes Kreuz einerseits, bauliche Reste eines Klosters andererseits.

Kapellen mit unterschiedlichen Baugeschichten

Die Chapelle Sainte-Philomène stammt aus dem Jahr 1843 und ist neoklassizistisch. Zwischen 2012 und 2015 renovierte die Gemeinde Plourin-lès-Morlaix die Kapelle und wandelte sie in einen Veranstaltungsraum für Aufführungen, Ausstellungen und Konzerte um. Wenn Sie einen Besuch mit einer Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vor Ihrer Reise.

Die Chapelle Saint-Bernard ist eine von drei erhaltenen Kapellen in Plourin-lès-Morlaix und gehört zum Manoir de Penlan. Sie bewahrt dessen Zugang zur Allee. Die Kapelle stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und wurde über einer wundersamen Quelle errichtet. Ihre klassische Architektur zeigt zwei Giebel mit geschnitzten Chevronnières; im Westgiebel befindet sich ein Oculus. Damit unterscheidet sie sich sowohl durch ihre Bauform als auch durch ihre Verbindung zum Manoir von der Chapelle Sainte-Philomène. Der Besucherzugang kann variieren; prüfen Sie ihn daher vor einer Besichtigung.

Queffleuth und Le chemin vert

Im Bereich von Plourin-lès-Morlaix hat der Queffleuth bewaldete Ufer, zahlreiche Felsen und eine kräftige Strömung. Stellenweise wirkt er wie ein Gebirgsfluss. Auf der Plourin-lès-Morlaix-Seite ist der Fluss leicht zugänglich. So ergänzen die Landschaft am Wasser und die historischen Bauten einander als unterschiedliche Themen für die Erkundung des Ortes.

Für eine Orientierung zu Fuß gibt es Le chemin vert: Die 5 km lange Hin- und Rückweg-Verbindung führt vom Ortszentrum in Richtung Saint-Fiacre und Intermarché. Die Angabe beschreibt den Hin- und Rückweg, nicht einen unbestätigten Endpunkt bei Saint-Fiacre. Prüfen Sie die Routendetails vor Ihrer Reise. Zusammen mit dem Queffleuth zeigt dieser Weg eine weitere Facette der Landschaft; die beschriebenen Orte und Bauwerke setzen dagegen jeweils eigene Schwerpunkte in der Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Tourch, Baye, Plouguin, Ploudaniel, Plouezoch, Beuzec-Cap-Sizun, Coray, Fouesnant.

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