Am Zusammenfluss von Meu und Garun liegt Montfort-Sur-Meu. Die Auszeichnung als Petite Cité de Caractère® und die erhaltenen gepflasterten Gassen und Fachwerkhäuser geben dem Ort sein historisches Gepräge. Dazu kommen Bauwerke mit sehr unterschiedlichen Geschichten und Wege, die vom historischen Zentrum am Meu entlang bis an den Waldrand führen.
Historische Bauten und ihre Geschichten
Der Tour du Papegaut ist der am besten erhaltene Teil der Burg von Montfort-sur-Meu. Wahrscheinlich ließ Raoul VII den Turm gegen Ende des 14. Jahrhunderts errichten; im folgenden Jahrhundert wurde er vollendet. 1926 wurden der Tour du Papegaut und die erhaltenen Stadtmauern in das Inventaire Supplémentaire des Monuments Historiques aufgenommen. Turm und Mauern machen damit unterschiedliche Teile des historischen Ortsbilds sichtbar.
Auch die Abbaye Saint-Jacques de Montfort lässt sich über ihre Geschichte erschließen: Guillaume de Montfort, ein Enkel des Stadtgründers, legte am 1. März 1152 den Grundstein. Die mehrfach wiederaufgebaute Abtei beherbergte nacheinander Augustinermönche bis zur Revolution, Ursulinen bis 1911 und Montfort-Väter bis in die 1960er-Jahre. Heute befindet sich dort eine technische Fachschule. Wenn Sie einen Besuch der Abtei planen, prüfen Sie den Zugang vorher.
Das Couvent des Ursulines stammt aus dem 17. Jahrhundert. Nach der Revolution verlor es seine ursprüngliche Funktion. Zunächst wurde es zum Bezirksgericht, danach zur Schule; seit mehr als einem Jahrhundert befindet sich dort das Rathaus von Montfort-sur-Meu. Einen weiteren historischen Bezugspunkt bietet die Eglise Saint-Louis-Marie Grignion de Montfort: Sie steht an einem der höchsten Punkte der Stadt, auf dem Gelände des verfallenen Donjons.
Die Musée-de-France-Sammlung von Montfort-sur-Meu umfasst Kunst-, Handwerks-, historische und ethnografische Objekte, die im Gebiet über rund vierzig Jahre zusammengetragen wurden. Sie wird für lokale oder regionale Wechselausstellungen und für historische sowie denkmalpflegerische Veröffentlichungen genutzt. Für einen konkreten Ausstellungsbesuch sollten Sie die Termine gesondert prüfen.
Wege am Meu und mit dem Fahrrad
Interpretations- und Wanderwege führen vom historischen Zentrum entlang des Meu bis an den Waldrand. So können Sie Wege am Fluss in Ihren Besuch einbeziehen und den Aufenthalt um eine landschaftliche Perspektive ergänzen. Die Strecke führt vom städtischen Ausgangspunkt bis zur Waldkante; eine bestimmte Gehzeit ist dafür nicht angegeben.
Für die Orientierung mit dem Fahrrad ist der als V6 bezeichnete Radweg relevant: Er verbindet Iffendic, Montfort-sur-Meu und Talensac. Die voie verte zwischen diesen drei Gemeinden ist der sanften Mobilität gewidmet. Sie kann zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Rollstuhl, auf Skates oder Inlineskates, mit dem Tretroller sowie mit dem Kinderwagen genutzt werden. Die genannten Nutzungsarten helfen Ihnen, die Wegoptionen nach dem gewünschten Fortbewegungsmittel einzuordnen.
Anreise und Wochenmärkte planen
Der TER-Bahnhof von Montfort-sur-Meu verbindet die Gemeinde in weniger als 20 Minuten mit dem Stadtzentrum von Rennes. Da die Fahrzeit variieren kann, prüfen Sie die konkrete Verbindung, bevor Sie Ihre Anreise planen.
Für einen Marktbesuch gibt es zwei unterschiedliche Wochentage und Plätze: Freitags findet von 8:00 bis 12:30 Uhr der Wochenmarkt auf der Place des Douves statt. Am Samstag ist der Wochenmarkt zur gleichen Uhrzeit auf der Place Saint Nicolas. Prüfen Sie den aktuellen Zeitplan vor der Reise, damit der Marktbummel zu Ihrem Besuchstag passt.
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