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In Plesder treffen Baugeschichte, Erinnerungen an die Landwirtschaft und Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien aufeinander. Die Église Saint-Martin-de-Tours und die Geschichte der Comices geben dem Ort zwei unterschiedliche kulturhistorische Schwerpunkte; die örtliche Aire d’activité ergänzt sie um Spiel- und Sportmöglichkeiten. Auch die Lage ist prägnant: Plesder befindet sich auf einem Plateau oberhalb von Saint-Domineuc und Trévérien, über dem Linon-Tal und dem Kanal von Ille-et-Rance. Welche dieser Seiten Sie besonders interessiert, kann Ihrem Aufenthalt einen eigenen Schwerpunkt geben.

Die Église Saint-Martin-de-Tours und ihre Baugeschichte

Die Pfarrkirche Saint-Martin-de-Tours reicht als Pfarrei bis ins 13. Jahrhundert zurück und wurde im 15. Jahrhundert wiederaufgebaut. Zwischen 1845 und 1848 wurden außerdem ihr Querschiff und ihr Chor wiederaufgebaut. Diese Zeitangaben stehen für unterschiedliche Abschnitte: Die Pfarreigeschichte reicht weiter zurück als die genannten Wiederaufbauten, und die Arbeiten des 19. Jahrhunderts betrafen bestimmte Teile der Kirche. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit einem einzigen Schiff. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier also sowohl eine klare architektonische Beschreibung als auch mehrere zeitlich voneinander unterscheidbare Stationen.

Comices, historische Anwesen und Ortsname

Plesder gilt als Wiege der landwirtschaftlichen Comices. Einen konkreten Bezugspunkt bildet der 25. August 1815: An diesem Tag fand in Plesder der erste landwirtschaftliche Comice der Bretagne und Frankreichs statt. Anders als die über mehrere Jahrhunderte verteilten Bauphasen der Kirche ist dies ein einzelnes, genau datiertes Ereignis der Ortsgeschichte.

Auch mit historischen Anwesen sind Personen verbunden. Das Manoir Le Pré Morel war zeitweise Wohnsitz von Henry Frotier de la Messelière, einem Historiker und kunstinteressierten Kenner; das Anwesen befindet sich in Privatbesitz. Das Château de la Chesnaye ist ebenfalls in Privatbesitz. Seine architektonische Gestaltung lässt eine Datierung auf etwa die Mitte des 18. Jahrhunderts zu. Einige seiner Merkmale sind mit denen bestimmter Malouinières aus der Region Saint-Malo vergleichbar. Auf dem Anwesen lebten Félicité Robert de Lamennais, christlicher Philosoph und Vorläufer der christlichen Demokratie, und sein älterer Bruder Jean-Marie. Jean-Marie gründete die Kongregation der Frères de l’Instruction Chrétienne de Ploërmel.

Eine weitere historische Deutung steckt im Namen Plesder: Die bretonische Wurzel „plé“ verweist auf eine Gemeinschaft der Gläubigen. Eine Widmung an den bretonischen Heiligen Eder oder Edern gilt als mögliche Erklärung. So stehen neben den überlieferten Gebäuden auch Ortsname und religiöse Geschichte für unterschiedliche Wege, sich mit der Vergangenheit Plesders zu beschäftigen.

Plateau, Aire d’activité und Routen

Zur Aire d’activité von Plesder gehören ein Picknickbereich, ein Spielplatz und Boule-Plätze. Hinzu kommt ein Multisportfeld für mehrere Sportarten, darunter Fußball, Basketball und Tennis. Die Anlage verbindet damit Möglichkeiten für eine Pause, Spiel und verschiedene sportliche Aktivitäten. Wenn Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten möchten, können Sie diese Angebote als eigenen Schwerpunkt neben den kulturhistorischen Themen betrachten.

Für Ausflüge gibt es zwei unterschiedlich beschriebene Routen. Die Vélo-Promenade® „Circuit des châteaux“ führt in Richtung Plesder; unterwegs liegt das Manoir de la Buharaye wenige Meter entfernt. Der Rundweg „Circuit des Vieilles Pierres“ Nr. 19 bietet am Ortsausgang von Plesder einen Aussichtspunkt auf das Château de la Motte Beaumanoir. Die Routen setzen also verschiedene Bezugspunkte: Bei der Vélo-Promenade gehört das Manoir zum Weg, während beim Rundweg der Aussichtspunkt auf das Château den beschriebenen Bezug bildet. Weg- und Straßenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrem Aufbruch. Für den Rundweg Nr. 19 sollten Sie außerdem die Route und den Aussichtspunkt vor Ort prüfen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ille-Et-Vilaine.

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