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Der Canal d’Ille-et-Rance durchquert den westlichen Rand der Gemeinde Québriac. Im Osten prägen felsiger und granithaltiger Untergrund, ein stark gegliedertes Relief sowie Weiher und verbindende Bäche die Landschaft. Dazu kommen Bauwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten und ein Wegenetz, das Québriac aus mehreren Blickwinkeln erschließt. Für die Wahl Ihres Reiseziels bietet der Ort damit konkrete Themen: Kanallandschaft, Wege und Kulturgeschichte.

Kanal, Landschaft und Wege

Der Québriac-Abschnitt des Canal d’Ille-et-Rance umfasst drei Schleusenstandorte: La Gromillais, Gué-de-Noëlland und Pont-Houitte. Auch die Geschichte der Nutzung gehört zum Bild des Kanals: Seit 1960 ist die Freizeitschifffahrt an die Stelle des gewerblichen Verkehrs getreten. So lassen sich die benannten Schleusen und der historische Wandel des Verkehrs als zwei unterschiedliche Aspekte des Kanals betrachten.

Québriac verfügt über ein 45 Kilometer langes Wegenetz, das für Fußgänger, Reiter und Mountainbiker zugänglich ist. Einzelne Rundwege setzen dabei eigene Schwerpunkte. Der Circuit de Malnoë beginnt am Parkplatz der Kirche, verläuft am Treidelpfad des Kanals entlang und führt an den Schleusen Gué-de-Noëlland und Pont-Houitte vorbei. Außerdem bietet er einen Aussichtspunkt über die Landschaft von Québriac. Die Wegbedingungen können je nach Jahreszeit variieren.

Auch der Circuit des carrières beginnt am Parkplatz der Kirche; saisonale Wegbedingungen können variieren. Der Circuit du calvaire hat einen anderen Startpunkt: Er beginnt am Parkplatz des Étang des Noës. Unterwegs überquert er den Ruisseau de Tanouarn über eine Fußgängerbrücke und führt an der ehemaligen Kapelle von Travoux vorbei. Der Circuit de Raulin wiederum bietet ein Panorama über das Tal der Donac; die Sicht darauf kann saisonal variieren. Diese Angaben unterscheiden die Wege anhand ihrer Startpunkte und der jeweils genannten Landschafts- oder Kulturmerkmale.

Baugeschichte in Québriac

Das Château de Québriac ist ein neoklassizistisches Gebäude, das der Architekt Louis Richelot 1827 für M. de Castellan errichtete. Das heutige Schloss steht auf dem Gelände einer bedeutenden Festung, die Henri IV. nach den Religionskriegen 1599 abtragen ließ. An der Nord- und Südseite des Château sind Überreste von Wassergräben erhalten. Damit treffen an diesem Ort eine ältere Festungsgeschichte und ein Bauwerk des 19. Jahrhunderts aufeinander.

Die Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul wurde ab dem späten 14. Jahrhundert wiederaufgebaut, hauptsächlich im 15. Jahrhundert. Zu ihren markanten architektonischen Merkmalen zählt ein spiralförmiger Glockenturm, der von einer ebenfalls spiralförmigen Turmspitze gekrönt wird. Die Baugeschichte und die besondere Form des Turms geben zwei verschiedene Anhaltspunkte, um die Kirche als historisches Bauwerk einzuordnen.

Im Dorf Travoux steht die ehemalige Kapelle, die im 12. Jahrhundert unter dem Schutz von Saint-Malo errichtet wurde. Sie weist noch ein spitzbogiges Fenster aus dem 15. Jahrhundert auf. Ein anderes Denkmal ist der Calvaire de la Mariais: Thomas Vigner ließ ihn 1627 zum Gedenken an seine Eltern und seinen Bruder errichten. In den Granit sind Darstellungen der Passionswerkzeuge gehauen, darunter Hammer, Zange und Nägel.

Am Anwesen La Gromillais sind ein Flügel der Wirtschaftsgebäude des früheren Herrenhauses sowie eine Kapelle aus dem frühen 17. Jahrhundert erhalten. Das Moulin du Rocher teint entstand nach 1836; sein erneuertes Mauerwerk ist weiterhin ohne Dach. Diese Bauzeugnisse ergänzen die größeren Bauwerke um kleinere, klar datierbare Details. Zusammen mit Kanal und Wegen ergeben sich so unterschiedliche Themen, an denen Sie Ihre Entdeckung Québriacs ausrichten können.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ille-Et-Vilaine.

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