Zum Inhalt

Kapellen und zwei unterschiedlich ausgerichtete Wanderwege geben Saint-Méen-le-Grand einen kulturellen und aktiven Schwerpunkt. Die Ortsgeschichte reicht von der Abteigründung im 6. Jahrhundert bis zu Gedenkstätten und einem Museum für den Radsportler Louison Bobet. Für die Planung können Sie sich fragen, ob Sie eher Spaziergänge, Wallfahrts- und Kunstgeschichte oder den Blick über die Bretagne intérieure in den Vordergrund stellen möchten.

Zu Fuß durch Saint-Méen-le-Grand

Der Wanderweg „La chapelle Saint-Méen“ beginnt an der Chapelle Saint-Méen. „Nature et patrimoine“ führt durch Parks, am Teich und am Kulturerbe des Stadtzentrums vorbei. Die Wegbeschreibungen setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: hier die Kapelle als Ausgangspunkt, dort Grünanlagen, Wasser und historische Bezüge im Ortszentrum. Wenn Sie einen Spaziergang planen, können Sie sich an diesen Themen orientieren. Eine Gehzeit oder Schwierigkeit ist damit nicht verbunden.

Wallfahrt, Architektur und Gedenken

Die Chapelle Saint-Méen ist eine Wallfahrtskapelle, die 1837 an der Stelle einer früheren Kapelle errichtet wurde. Ihr Grundriss ist langgestreckt; an der Fassade sitzt ein Glockenträger, und der Chor schließt polygonal ab. Das bedeutet, dass sein Ende mehrere Seiten bildet. Neben der Kapelle liegt eine heilige Quelle, die seit Jahrhunderten von zahlreichen Pilgern aufgesucht wird. Bauform und Quelle eröffnen so zwei verschiedene Zugänge zur Geschichte dieses Ortes: die sichtbare Architektur und die überlieferte Wallfahrtstradition.

Die Chapelle Saint-Joseph wurde um 1870 erbaut und 1879 gesegnet. Sie ist ein Mahnmal zum Gedenken an alle in Konflikten gefallenen Soldaten. In ihrem Inneren befinden sich 110 Marmortafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Die Kapelle verbindet damit ein allgemeines Gedenken an Gefallene mit einem konkreten Erinnerungsbestand aus diesem Krieg.

Auch die Chapelle Saint-Vincent führt in unterschiedliche Zeitschichten. Im 17. Jahrhundert beherbergte sie den Schatz der Abtei mit kostbaren Reliquiaren, in denen die Gebeine von Saint-Judicaël und Saint-Méen bewahrt wurden. Bei Untersuchungen in den Jahren 1984 und 1986 wurden dort sehr reiche Wandmalereien entdeckt, die auf das späte 13. oder frühe 14. Jahrhundert datiert werden. Schatzgeschichte und Malereien lenken den Blick also auf verschiedene Aspekte der Kapelle: ihre frühere Funktion und die mittelalterliche Kunst.

Abteigeschichte, Museum und regionale Ziele

Die Abtei Saint-Méen-le-Grand wurde im 6. Jahrhundert vom Eremiten Méen gegründet. Das Grab von Méen an der Église abbatiale Saint-Méen wurde seit dem frühen Mittelalter zu einem Ziel eifriger Wallfahrten. Nach einer umfangreichen Restaurierungskampagne gewann die Abteikirche einen Teil ihrer früheren Pracht sowie eine Sammlung gotischer Wandmalereien zurück. So stehen an der Abteikirche Gründungsgeschichte, Wallfahrt und Kunst nebeneinander.

Das Musée Louison Bobet stellt Bobet als dreifachen Sieger der Tour de France und als Weltmeister vor. Sein Besuch ist mit spielerischen, interaktiven Etappen und einer immersiven Szenografie gestaltet. Das Museum befindet sich in der 5 rue de Gaël, 35290 Saint-Méen-le-Grand. Im Vergleich zu den Kapellen und der Abtei setzt es einen eigenen Schwerpunkt auf Sportgeschichte und deren Vermittlung.

Von Saint-Méen aus bietet die voie verte V6 Zugang zu 128 Kilometern grüner Wege durch die Bretagne intérieure sowie zu den Monts d’Arrée, dem Lac de Guerlédan und den arthurischen Stätten von Brocéliande. Das eröffnet eine regionale Perspektive, die über die Spaziergänge im Ortszentrum hinausgeht. Sie können Saint-Méen-le-Grand daher anhand der lokalen Wege und des Kulturerbes betrachten oder die genannten Ziele der Bretagne intérieure in Ihre Überlegungen einbeziehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Benoît-Des-Ondes, Billé, Vern-Sur-Seiche, Martigné-Ferchaud, Rennes, Acigné, Talensac, Bourg-des-Comptes

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ille-Et-Vilaine.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.