Zum Inhalt

In Saint-Thurial stehen Ortsgeschichte und zwei Wanderungen als unterschiedliche Zugänge nebeneinander. Der Blick reicht vom vermutlich ältesten Siedlungskern über Bauphasen an Kirche und Kapelle bis zur Geschichte eines Wasserreservoirs für Rennes. Für die Touren helfen konkrete Zeitangaben und verschiedene Schwierigkeitsstufen bei der Auswahl.

Ein Ortskern mit mehreren Zeitschichten

Das Dorfzentrum entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts um einen älteren Ortskern. Dieser lag westlich der Pfarrkirche und des Herrenhauses Le Herme sowie südlich des Herrenhauses La Motte. In diesem Bereich liegen vermutlich die ältesten Siedlungsspuren. So lässt sich die Entwicklung als Wachstum um einen bereits bestehenden Kern verstehen, statt die Geschichte der Ortsmitte auf eine einzelne Bauphase zu verkürzen.

Auch die Pfarrkirche steht für eine spätere Veränderung: Das heutige Gebäude wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig überarbeitet. Die Chapelle de la Poulnais befindet sich in Privatbesitz. Sie wurde 1908 an der Stelle eines größeren Vorgängerbaus neu errichtet; historische Untersuchungen datieren diesen älteren Bau auf den Beginn des 17. Jahrhunderts.

Die Baugeschichten lassen sich gut unterscheiden: Bei der Pfarrkirche geht es um die umfassende Überarbeitung des heutigen Gebäudes, bei der Kapelle um einen Neubau am Standort eines älteren, größeren Vorgängers. Die Jahresangaben ordnen diese Phasen zeitlich ein, ohne sie zu einer einzigen Entwicklung zusammenzufassen.

Felszeichen und Wasserbau

Eine andere Art historischer Spur findet sich an der Grotte aux sorciers im Tal Vallée du Rohuel. An den Felsen sind eingeritzte Zeichen vorhanden, die nicht datiert sind. Damit unterscheidet sich dieser Hinweis von der Baugeschichte der Kirche und der Kapelle: Dort lassen sich Zeitabschnitte benennen, während die Zeichen ohne eine Datierung bleiben.

Der Barrage de la Chèze ergänzt diese Ortsgeschichte um eine jüngere Infrastrukturgeschichte. Die Talsperre wurde 1974 und 1975 errichtet, um ein Wasserreservoir für die Stadt Rennes zu schaffen. Ihr Zweck stellt einen anderen Zusammenhang her als die Entwicklung des Dorfzentrums oder die Geschichte der Sakralbauten: Hier steht die Wasserversorgung im Mittelpunkt.

Zwei Wanderungen im Vergleich

Für eine Wanderung stehen der Circuit du Rocher Vert n°142 und der Circuit du Chemin à la Dame n°140 zur Auswahl. Der Circuit du Rocher Vert ist als leichte Fußwanderung mit einer Dauer von 1 Stunde und 15 Minuten eingestuft. Der Circuit du Chemin à la Dame ist eine sehr leichte Fußwanderung und dauert 1 Stunde und 20 Minuten.

Zwischen den angegebenen Gehzeiten liegen nur fünf Minuten; deutlicher ist der Unterschied bei der Einstufung. Wenn Sie vor allem die Dauer vergleichen, liegen beide Touren nah beieinander. Wenn für Ihre Auswahl die angegebene Schwierigkeit wichtiger ist, ist der Circuit du Chemin à la Dame als sehr leicht eingestuft, der Circuit du Rocher Vert als leicht.

Damit bieten die Routen eine konkrete Wahl zwischen zwei ähnlich langen Zeitfenstern und zwei verschiedenen Schwierigkeitsangaben. Zusammen mit den unterschiedlichen historischen Themen können Sie Saint-Thurial nach dem Schwerpunkt Ihres Aufenthalts betrachten: über Ortsentwicklung und Baugeschichte oder über eine Fußwanderung mit klar benannter Dauer.

Weitere Reiseziele entdecken: Guignen, Saint-Pierre-De-Plesguen, Saint-Benoît-Des-Ondes, La Chapelle-Des-Fougeretz, Sougéal, Pleugueneuc, Sainte-Anne-sur-Vilaine, Paimpont

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ille-Et-Vilaine.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.