Zum Inhalt

La Chapelle-Caro bietet einen klaren Kulturerbe-Fokus: Zwei Rundkurse führen zu unterschiedlichen Themen und Streckenlängen, dazu kommen prägnante Details an Kirchen, Kapelle, Château du Crévy und Dolmen. Auch die Eibe an der Notre-Dame-Kirche gehört zu den besonderen Merkmalen des Ortes. Wer den Aufenthalt plant, kann zwischen einer spielerischen Route und einem längeren Rundkurs wählen oder die historischen Bauformen und ihre Zeitspuren in den Mittelpunkt stellen.

Zwei Rundkurse, unterschiedliche Streckenlängen

Sur les chemins du Dragon ist ein 8 km langer Rundkurs in La Chapelle-Caro. Auf 13 spielerischen Stationen stehen Herrenhäuser, Megalithen und Kapellen im Mittelpunkt. Der Weg lässt sich mit dem Fahrrad oder dem Auto unternehmen; zu Fuß ist die Strecke ebenfalls möglich, allerdings ohne markierten Weg. Diese Einschränkung ist für die Planung wichtig: Wer zu Fuß unterwegs sein möchte, sollte die Orientierung nicht mit einer Markierung vor Ort gleichsetzen.

Der Rundkurs VP 15 – Boucle canal – voie verte ist mit 19 km länger; als Dauer sind 1 Stunde 30 Minuten ausgewiesen. Er führt von der ehemaligen Bahnstation La Chapelle-Caro am Nantes-Brest-Kanal am Kanal und an der Voie verte zwischen Questembert und Mauron entlang. Damit unterscheiden sich die beiden Touren nicht nur in der Länge: Beim Dragon-Rundkurs geben die 13 Stationen den thematischen Rahmen, beim VP 15 stehen Kanal und Voie verte im Streckenverlauf. Routendetails können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.

Kirche und Kapelle: Baugeschichte zum Vergleichen

Die Notre-Dame-Kirche ersetzte 1868 eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Diese frühere Kapelle war 1711 restauriert und erweitert worden. Die beiden Jahreszahlen markieren also unterschiedliche Schritte: 1711 betrifft die Kapelle, 1868 ihren Ersatz durch die Kirche. An der Notre-Dame-Kirche befindet sich außerdem eine bemerkenswerte Eibe. Sie zählt zu den ältesten Bäumen des Morbihan, wurde vermutlich im 14. Jahrhundert gepflanzt und hat einen Umfang von mehr als sieben Metern.

Die Chapelle Saint-Méen stammt im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert, bewahrt aber zwei wiederverwendete Bauelemente aus dem 15. Jahrhundert: ein spitzbogiges Portal an der Südwand und ein zugemauertes Fenster. Der rechteckige Bau besteht aus einem einzigen Schiff und einem nördlichen Querhausarm. Ein Rundbogen trennt diesen Arm vom Langhaus. So lassen sich an der Kapelle sowohl die Grundform als auch ältere, erneut verwendete Elemente unterscheiden. Der Blick auf Bauform und Bauteile ergänzt die Datierung, ohne die verschiedenen Zeitschichten zu vermischen.

Château du Crévy und Dolmen

Am Château du Crévy stammen der östliche Bergfried und der isolierte Eckturm im Nordwesten aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Die Festung spielte während der Religionskriege eine wichtige Rolle. Die beiden Türme sind anhand ihrer Positionen klar benannt, während die historische Bedeutung des Schlosses einen weiteren zeitlichen Bezug zur Ortsgeschichte gibt.

Der Dolmen de la Maison trouée ist auch als Dolmen de la Pierre trouée bekannt. Er liegt nahe Ville du Voyer im früheren Gebiet von La Chapelle-Caro. Seine Konstruktion besteht aus einer einzigen Platte, die in der Mitte gespalten ist und auf seitlichen Platten ruht.

Keramik und handwerkliche Arbeit

Eine andere Perspektive auf das lokale Kulturerbe bietet Atelier Terre Précieuse, eine Boutique in La Chapelle-Caro. Alice Urien und Olivier Ruaud präsentieren dort mit der Raku-Technik gefertigte Keramiken und weitere einzigartige Stücke. Besucher können ihr handwerkliches Können entdecken. Damit reicht das kulturelle Interesse neben Baugeschichte und Denkmälern auch bis zur Keramikgestaltung. Für Ihre Auswahl zwischen den Rundkursen sind die konkreten Angaben hilfreich: 8 km mit 13 thematischen Stationen beim Dragon, 19 km und 1 Stunde 30 Minuten beim VP 15.

Weitere Reiseziele entdecken: Malansac, Augan, Pont-Scorff, Kernascléden, Malestroit, Camoël, Locminé, Cruguel

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Morbihan.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.