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Zwei bemerkenswerte Brunnen im umfriedeten Bereich der Chapelle Saint-Nicodème zählen zu den schönsten der Bretagne. An derselben Kapelle treffen Elemente der Flamboyant-Gotik und der Renaissance aufeinander. Zusammen mit Rundwegen, weiteren Kapellen und kleinen historischen Bauformen bietet Pluméliau verschiedene Ansatzpunkte für einen Aufenthalt mit Kultur und Bewegung.

Kapellen und ihre Baugeschichte

Die Chapelle Saint-Nicodème und ihr umfriedeter Bereich stehen seit dem 26. Oktober 1910 unter Denkmalschutz. Die geschützte Anlage lässt sich auch über ihre architektonischen Merkmale einordnen: Die Kapelle weist sowohl Elemente der Flamboyant-Gotik als auch der Renaissance auf. Im umfriedeten Bereich befinden sich die beiden besonders bemerkenswerten Brunnen, die zu den schönsten der Bretagne zählen.

Weitere Kapellen setzen andere historische Akzente. Die Chapelle Notre-Dame in La Ferrière wurde im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert errichtet. Die Chapelle Saint-Nicolas-des-Eaux entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Sie überragt das Blavet-Tal. Die Bauzeiten liegen nahe beieinander: Notre-Dame wurde im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert errichtet, Saint-Nicolas-des-Eaux zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Auch die Chapelle Saint-Claude gehört zu den kulturellen Stationen des Rundwegs Circuit de Saint-Claude: Die Strecke führt zu ihren Ruinen. In der Gemeinde Pluméliau-Bieuzy befindet sich außerdem die Chapelle Saint-Gildas. Ihr läutender Stein wurde einst von Saint Gildas benutzt, um seine Gläubigen zu rufen. So stehen Baugeschichte, erhaltene Ruinen und eine überlieferte Nutzung eines besonderen Steins als unterschiedliche Themen nebeneinander.

Brunnen, Brotöfen und Priesterhäuser

Das Kulturerbe umfasst auch kleinere Bauformen und dekorative Details. In Pluméliau gibt es 107 Brunnen mit Verzierungen. Vor allem menschliche Gesichter sind dargestellt; auch Engelsköpfe, Monstranzen oder ein Kelch gehören zu den Motiven. Die Vielfalt lässt sich gut mit den religiösen Formen an den Kapellen vergleichen, ohne dass jeder Brunnen dasselbe Motiv trägt.

Daneben gibt es in Pluméliau 26 Brotöfen, von denen vier in ein Backhaus integriert sind. Sechs Priesterhäuser tragen jeweils einen Kelch. Brunnen, Backöfen und Häuser lenken den Blick damit von den Kapellen auf weitere Bauformen des Ortes. Wer sich für regionale Architektur und handwerkliche Details interessiert, findet hier unterschiedliche Motive statt einer einzigen, einheitlichen Baugeschichte.

Rundwege mit unterschiedlichen Streckenangaben

Der Rundweg Circuit des Étangs beginnt am Parkplatz am Teich in der Rue des Combats de Kervernen in Pluméliau. Seine Länge beträgt etwa 2,5 Kilometer. Der Circuit de Saint-Claude startet am Parkplatz an der Kapelle im Dorf Saint-Claude. Er ist 5 Kilometer lang und dauert ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten. Damit bietet dieser Rundweg eine längere Strecke; zusätzlich ist für ihn eine ungefähre Gehzeit angegeben.

Die Ziele entlang der Wege unterscheiden sich ebenfalls. Der Circuit de Saint-Claude führt zu den Ruinen der Chapelle Saint-Claude. Der Circuit de Kerdavid verläuft am Waschhaus, an der Chapelle Saint-Thomas und an der Pfarrkirche Saint-Méliau vorbei. So können Sie bei der Streckenwahl sowohl die Länge als auch die genannten Sehenswürdigkeiten berücksichtigen. Da sich die Bedingungen auf den Wegen ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenbedingungen.

Landschaft und saisonale Angebote

Im Gebiet der Gemeinde Pluméliau-Bieuzy liegen die Landes du Crano, ein 130 Hektar großes ZNIEFF-Gebiet im Blavet-Tal. Es ist das größte als ZNIEFF ausgewiesene Gebiet des gesamten Blavet-Tals. Diese Einordnung bezieht sich auf das Tal als Ganzes und ergänzt die einzelnen Bauwerke um einen Blick auf die Landschaft der Gemeinde.

Auch der Produzentenmarkt von Pluméliau-Bieuzy kann für die Planung interessant sein: Er findet von April bis Anfang Dezember am ersten und dritten Dienstag des Monats statt. Angeboten werden Fisch, Crêpes und Galettes, Ziegenkäse sowie Honig. Das Sortiment kann je nach Saison und Anbieter variieren; prüfen Sie vor dem Besuch den Markttag und das Angebot.

In Saint-Nicolas-des-Eaux vermietet eine Wassersportbasis im Sommer Kanus, Kajaks und Stand-up-Paddles. Da es sich um ein saisonales Angebot handelt und die Verfügbarkeit wechseln kann, empfiehlt es sich, die Vermietung für den geplanten Termin vorab zu prüfen. Kulturerbe, Rundwege, Markt und sommerliche Wassersportangebote setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung.

Weitere Reiseziele entdecken: Baden-Mériadec, Langonnet, Arradon, Port-Navalo, Guillac, Plouray, Theix, Réminiac.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Morbihan.

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