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Pluneret lässt sich über seine Flusslandschaft und ein eigenständiges Kulturerbe kennenlernen. Die Küstenflüsse Auray im Westen und Bono im Osten umgeben den Ort; bei Kerisper treffen sie zusammen und fließen in den Golf von Morbihan. Südlich von Pluneret liegt am Sal die Renaissancekapelle Sainte-Avoye. Natur, Wege und Baugeschichte setzen unterschiedliche Akzente für die Planung eines Aufenthalts.

Flusslandschaft und Feuchtgebiete

Die Gezeiten prägen die Schlickflächen an den Küstenflüssen von Pluneret; sie bieten zahlreichen Vögeln Schutz. Das ENS Landes du Téno setzt einen anderen Naturakzent: Es umfasst 25 Hektar mit küstennahen Feuchtheiden, Feuchtwiesen und Gehölzen und beherbergt eine seltene und bedrohte Biodiversität.

Das ENS ist öffentlich zugänglich und kann selbstständig besucht werden. Zur Ausstattung gehören ein Parkplatz, Wege, ein Holzsteg, eine Beobachtungsstelle und Lehrtafeln. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen.

Wege und Besuchsziele

Le tour du Bourg ist eine Strecke in Pluneret zum Wandern, Reiten und Mountainbiken. Der Bootsfriedhof ist über den Küstenweg erreichbar, der am Vieux pont beginnt und in Richtung der Kapelle Sainte-Avoye führt. Der Wegzustand kann sich ändern; prüfen Sie ihn vor dem Aufbruch.

In Mériadec führt der einfache Rundweg Vallon du Léran über Hohlwege und entlang des Flusses Léran durch Landschaft und Dörfer. Unterwegs liegen ein Waschhaus, ein Kalvarienberg und mehrere Quellen. Damit stehen unterschiedliche Wegmerkmale zur Wahl: Le tour du Bourg nennt drei mögliche Aktivitäten, während der Vallon du Léran als einfacher Rundweg charakterisiert ist.

Kapelle und Kulturerbe

Die Renaissancekapelle Sainte-Avoye liegt südlich von Pluneret am Ufer des Sal. Ihr Lettner trägt auf der Altarseite seiner Galerie zwölf geschnitzte Figuren; auf der Seite zum Kirchenschiff befinden sich Statuetten der zwölf Apostel. Die beiden Figurengruppen sind durch ihre jeweilige Position am Lettner klar unterschieden.

Nahe dem Bahnhof Sainte-Anne befindet sich die Croix percée in Pluneret. Sie wurde durch Erlass vom 19. Juli 1937 unter Schutz gestellt. So ergänzen ein geschütztes Kulturerbeobjekt und die Renaissancekapelle die Natur- und Wegthemen des Ortes um konkrete Baugeschichte.

Bahnhof Sainte-Anne und Anreise

Pluneret ist mit dem Zug über den Bahnhof Sainte-Anne von Vannes oder Auray aus erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. Der Bahnhof ist zugleich Teil der Pilgergeschichte des Ortes: Nach der Einweihung der Bahn am 20. September 1862 profitierte er von bedeutendem Pilgerverkehr, der häufig die Bereitstellung von Sonderzügen erforderte.

Auch der Bahnhof selbst hat ein markantes Merkmal: Er ist einer von nur zwei Bahnhöfen in Frankreich mit einer Statue auf dem Dach und der einzige dieser beiden mit einer religiösen Statue. Der 20. September 1862 datiert die Bahneinweihung; der Schutz-Erlass für die Croix percée folgte 1937. Zusammen geben diese historischen Bezüge unterschiedliche Einblicke in Plunerets Bau- und Verkehrsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: La Trinité-Surzur, Le Bonhomme, Kernascléden, Pont-Scorff, Saint-Philibert, Le Courégant, Guidel, La Vraie-Croix.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Morbihan.

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