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Saint-Tugdual verbindet Kulturgeschichte mit Kutschfahrten und der halbtägigen Kutschfahrt-Rundtour Saint Guen. Die Kapelle Saint-Guen stammt aus dem Jahr 1540, die heutige Kirche Saint-Tugdual aus dem Jahr 1962. Das Kreuz des ehemaligen Friedhofs und das Manoir de Kerminizy ergänzen diese historischen Anknüpfungspunkte.

Kapelle und Kirche: unterschiedliche Zeitmarken

An der Kapelle Saint-Guen lassen sich Baujahr und Schutzstatus gut auseinanderhalten: Sie wurde 1540 erbaut; die Kapelle und ihr Ossuarium wurden durch Erlass vom 5. Juli 1927 unter Denkmalschutz gestellt. Die beiden Daten beantworten unterschiedliche Fragen: 1540 bezeichnet die Errichtung der Kapelle, während der Erlass den Schutz beider Bauwerke festhält. Ein Ossuarium ist ein Beinhaus; die Bezeichnung verweist auf einen anderen Gebäudetyp als die Kapelle.

Die heutige Kirche Saint-Tugdual stammt aus dem Jahr 1962. Gemeinsam mit dem Baujahr der Kapelle ergibt sich ein zeitlicher Kontrast zwischen einem Bauwerk des 16. Jahrhunderts und der heutigen Kirche aus dem 20. Jahrhundert.

Das Kreuz des ehemaligen Friedhofs

Ein eigenständiges Detail ist das Kreuz des ehemaligen Friedhofs, das nahe der Kirche Saint-Tugdual steht. An seinen vier Seiten sind Szenen aus dem Leben Christi plastisch gestaltet: die Taufe, die Gefangennahme im Garten Getsemani, die Geißelung und die Kreuztragung. Die vier Motive geben dem Kreuz ein konkret lesbares Bildprogramm; statt nur die Form des Denkmals wahrzunehmen, können kulturinteressierte Reisende die dargestellten Episoden vergleichen. Das Kreuz ähnelt stark dem Kalvarienberg von Locuon in Ploërdut. Dieser direkte Vergleich bietet einen weiteren Anhaltspunkt für die Einordnung des Kreuzes.

Kutschfahrten mit Terminvereinbarung

Die Attelages de Tro Coët bieten in Saint-Tugdual regelmäßig Kutschfahrten an; die Fahrten finden nach Terminvereinbarung statt. Planen Sie die Kontaktaufnahme vorab, wenn eine Kutschfahrt zu Ihrem Aufenthalt gehören soll. Die Kutschfahrt-Rundtour Saint Guen ist eine halbtägige Tour. Sie beginnt entweder an der Kapelle Saint Guen oder bei den Attelages du Tro Coët. Wenn Sie bei den Attelages du Tro Coët starten, informieren Sie die Attelages vorher. Planen Sie für diese Rundtour einen halben Tag ein.

Wege mit Wald und Hohlwegen

Der Circuit de Saint-Guen führt über bewaldete Wege; die Kutschfahrt-Rundtour Saint Guen verläuft über Hohlwege. Hohlwege sind im Gelände eingeschnittene Wege. So lassen sich zwei Wegmerkmale unterscheiden: Wald beschreibt die Umgebung, Hohlweg die Form der Strecke. Bei der Kutschfahrt kommt der halbtägige Zeitrahmen als weiterer Planungsfaktor hinzu.

Manoir de Kerminizy

Das Manoir de Kerminizy wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist von der Straße aus sichtbar. Am Manoir finden unter anderem Veranstaltungen statt, die von örtlichen Vereinen organisiert werden, darunter Wanderungen und Treffen von Oldtimerfahrzeugen. Wenn ein konkreter Veranstaltungstermin für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie ihn vorab.

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