Zum Inhalt

Accolay verbindet Töpfereigeschichte, Wasserstechen und markante Orte an Wegen und Gewässern. Diese Schwerpunkte geben einem Aufenthalt unterschiedliche Akzente: Keramik führt in die Handwerksgeschichte, der Nivernais-Kanal zur regionalen Transportgeschichte und die weiße Maulbeere am Poirier Rond zu einem bemerkenswerten Baum Burgunds.

Töpfereigeschichte am Ortseingang

Das Produktionszentrum der Töpferei von Accolay wurde im Dorf von vier ehemaligen Schülern Alexandre Kostandas gegründet. Die Töpferei zeichnete sich durch große technische Erfindungsgabe und eine äußerst umfangreiche Produktion aus. Kurz vor dem Ortseingang erinnert eine monumentale Töpferei an die Töpfereigeschichte des Dorfes. So lässt sich das Thema über zwei unterschiedliche Spuren erschließen: die Gründung eines Produktionszentrums und einen markanten Erinnerungsort am Ortseingang. Wer sich für Kulturgeschichte interessiert, findet hier einen roten Faden zwischen den Gründern, dem Umfang der Produktion und der Erinnerung im Dorfbild.

Wasserstechen und die Geschichte des Kanals

Bereits ab 1830 wurden in Accolay Wasserstechen veranstaltet. In der Region geht die Praxis auf Flößer und Schiffer zurück, die sich auf ihren Booten für den Holztransport duellierten. Bei der Accoloise-Methode werden die Boote von zwei Stakern fortbewegt. Diese örtliche Ausprägung verbindet einen besonderen Antrieb mit einer Tradition, deren historischer Hintergrund von Booten, Flößern und Holztransport handelt.

Die Association des Joutes Accoloises pflegt das Wasserstechen in Accolay und trainiert während der gesamten warmen Jahreszeit auf dem Nivernais-Kanal. Wenn das saisonale Training für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie die konkreten Termine vorab. Der Abzweig des Nivernais-Kanals bei Accolay wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Transport von Brennholz aus dem Morvan nach Paris angelegt. Damit stehen ein regionaler Brauch und eine frühere Transportfunktion am selben Kanal nebeneinander, haben aber unterschiedliche historische Bezüge.

Waschhäuser und die weiße Maulbeere

Drei Waschhäuser liegen in Accolay entlang eines kleinen Bachs. Das ist ein anderer lokaler Wasserbezug als der Nivernais-Kanal: Die Waschhäuser sind dem Bach zugeordnet, während das Wasserstechen und die Kanalgeschichte mit dem Kanal verbunden sind. Am Poirier Rond steht die weiße Maulbeere an einer Wegkreuzung am Rand des GR 13. Sie zählt zu den nördlichsten bekannten Maulbeeren Burgunds und zu den bemerkenswerten Bäumen Burgunds. Der Baum verbindet einen konkreten Punkt in der Landschaft mit einer regionalen Einordnung als Naturerbe.

Kirchenarchitektur in Accolay

Auch die Kirchenarchitektur lässt sich an konkreten Bauteilen betrachten. Eine Kirche in Accolay besitzt ein langes einschiffiges Langhaus mit einer getäfelten Tonnenwölbung. Der romanische Chor und das Sanktuarium einer Kirche in Accolay umfassen ein gerade verlaufendes Joch mit gebrochenem Tonnengewölbe sowie eine Kalottenapsis. Ein einschiffiges Langhaus ist ein längs gerichteter Kirchenraum ohne Seitenschiffe; ein Joch bezeichnet einen Abschnitt des Kirchenraums. Eine Kalottenapsis hat einen kuppelartigen Gewölbeabschluss. Diese Begriffe lenken den Blick auf Raumaufteilung und Gewölbeformen und bieten Interessierten einen konkreten Zugang zur Kirchenarchitektur.

Weitere Reiseziele entdecken: Bléneau, Rouvray, Tanlay, Villeperrot, Saint-Agnan, Lainsecq, Chablis, Toucy.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yonne.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.