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Markierte Wege mit Ausblicken auf Auxerre und das Yonne-Tal, eine mehrfach umgestaltete Kirche und ein öffentliches Impluvium-Waschhaus zeigen unterschiedliche Seiten von Quenne. Dazu kommt das Ecomusée de la Vigne et du Vin: Sein Besuch stellt die Weinbaugeschichte vor und umfasst eine Verkostung. Landschaft, Baugeschichte und Wein sind damit eigenständige Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt.

Lage, Landschaft und Wege

Quenne liegt 6 km südöstlich von Auxerre, nahe der Ausfahrt 20 der A6 und der RD 965 in Richtung Chablis. Diese Straßenbezüge helfen Ihnen, den Ort auf der Reiseplanung einzuordnen.

Weinberge, Kirschbäume und großflächige Ackerflächen bedecken die Hänge und das Plateau. Das Landschaftsbild ist dadurch landwirtschaftlich geprägt und umfasst mehr als den Weinbau: Auch Obstbäume und weite Ackerflächen gehören dazu.

Das Coteau Est de Quenne ist ein ZNIEFF-Gebiet des Typs 1 mit der nationalen Nummer 260014983 und einer Fläche von 57,12 Hektar. Zu diesem Naturraum gehören trockene Rasenflächen auf stabilisiertem Schutt, halbtrockene Hangrasen, Gebüsche und trockene Eichen-Hainbuchen-Wälder. Auch zahlreiche Orchideenarten gehören zum Coteau. Die Vielfalt der Lebensräume bildet einen anderen Landschaftsschwerpunkt als die Ausblicke der markierten Wege.

Quenne verfügt über markierte Wege mit Ausblicken auf Auxerre und das Yonne-Tal. Diese Wege verbinden Bewegung mit Fernblicken; das Coteau steht dagegen für die Vielfalt seiner Lebensräume und Flora. So können Sie die Landschaft nach zwei unterschiedlichen Interessen betrachten, ohne die Wege und das Naturgebiet gleichzusetzen.

Kirche und Waschhaus

Die Kirche Notre-Dame de Quenne ist ein Bauwerk mit zusammengesetztem Stil und wurde zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert mehrmals umgestaltet. An ihrer Westfassade befinden sich eine Rosette mit acht Strahlen und ein rundbogiges Portal mit vier skulptierten Archivolten. Im Kirchenraum steht eine Vierge de l’Apocalypse aus dem 17. Jahrhundert, die als historisches Denkmal eingestuft ist. Damit lassen sich die lange Entwicklung des Kirchenbaus, die Gestaltung der Fassade und ein einzelnes Kunstwerk als unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte einordnen.

Ein weiteres kulturhistorisches Motiv ist das öffentliche Waschhaus von Quenne. Außen sind die Überreste einer Viehtränke erhalten; im Inneren befindet sich ein Kamin, der zum Abkochen der Wäsche diente. Das Waschhaus ist ein sogenanntes Impluvium-Waschhaus, das Regenwasser sammeln soll. Seine Bezeichnung verweist auf dieses Bauprinzip, während Tränke und Kamin konkrete Funktionen des Gebäudes sichtbar machen.

Weinbaugeschichte im Ecomusée

Der Besuch im Ecomusée de la Vigne et du Vin präsentiert die Familiengeschichte und die Geschichte des Weinbaus der vergangenen zwei Jahrhunderte. Zum Besuch gehören die Verkostung von vier Weinen des Weinguts und von Gougères. So verbindet sich die Geschichte des Weinbaus mit einer Verkostung, statt allein über die Entwicklung der Reben zu informieren.

Ein weiteres Besuchsformat ist eine theatralische Führung von etwa anderthalb Stunden. Prüfen Sie vor der Reise die Buchungsdetails.

Weitere Reiseziele entdecken: Thory, Vinneuf, Héry, Chassignelles, Lignorelles, Bierry-les-Belles-Fontaines, Nailly, Merry-La-Vallée.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yonne.

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