Saint-Bris-Le-Vineux verbindet historische Architektur mit einer Weinbautradition, die bis in die gallorömische Zeit zurückreicht. Zur Ortsgeschichte gehören die Église Saint-Prix-Saint-Cot mit gotischen und Renaissance-Elementen, ein Renaissanceportal und zwei historische Tore an der Rue Bienvenu-Martin. Auch der Weinbau und die Caves Bailly-Lapierre bieten besondere Blickwinkel auf den Ort. Mit „Les Peintres de Vignes en Caves“ kommt ein jährlich wiederkehrender Termin hinzu, der Weinproben und Kunstausstellungen zusammenführt. So können Sie Ihren Aufenthalt an Baugeschichte und Weinbau orientieren oder ihn auf die Wochenenden der Veranstaltung abstimmen.
Kirche, Portal und historische Tore
Die Église Saint-Prix-Saint-Cot verbindet gotische und Renaissance-Elemente. Zu ihr gehören ein Turm aus dem 13. Jahrhundert und ein Chor aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche vereint damit zwei Stilrichtungen und Bauteile aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Für alle, die sich für Baugeschichte interessieren, bieten Turm und Chor konkrete Anhaltspunkte: Sie machen die zeitliche Spannweite des Gebäudes greifbar, ohne die unterschiedlichen Teile zu einem einheitlichen Bauabschnitt zusammenzufassen.
Am Kirchengebäude befindet sich außerdem ein Renaissanceportal. Es ist seit dem 28. Januar 1960 als historisches Monument eingestuft und während Spaziergängen durch die Straßen des Ortes sichtbar. Zwei historische Tore sind beiderseits der Rue Bienvenu-Martin erhalten und ebenfalls sichtbar. Portal und Tore setzen andere architektonische Akzente als die Kirche: Das eine liegt am Kirchengebäude, die beiden anderen stehen an einer benannten Straße. Bei einem Spaziergang können Sie so auf unterschiedliche historische Bauteile im Straßenraum achten.
Weinbau, Landschaft und unterirdische Lage
In Saint-Bris-Le-Vineux wird seit der gallorömischen Zeit Weinbau betrieben. Sonneneinstrahlung, Hänge und sanft gewellte, durch Erosion entstandene Weinlagen begünstigen das Wachstum der Reben. Geschichte und Landschaft gehören dabei zusammen: Die lange Tradition des Anbaus trifft auf konkrete natürliche Bedingungen, die für den Rebenwuchs wichtig sind. Wer sich für Weinbau interessiert, erhält damit neben der Architekturgeschichte einen zweiten Zugang zum Ort.
Die Caves Bailly-Lapierre liegen auf dem Gemeindegebiet in einem ehemaligen Steinbruch, mehr als 50 Meter unter der Erde. Ihre unterirdische Lage setzt einen eigenen räumlichen Akzent gegenüber dem Renaissanceportal und den sichtbaren Toren: Hier prägt die Tiefe den Ortsbezug, dort stehen historische Bauteile am Kirchengebäude und an einer Straße im Blick. Die unterschiedlichen Orte geben dem Besuch damit zwei sehr verschiedene Perspektiven auf Saint-Bris-Le-Vineux.
Ein jährlicher Termin für Wein und Kunst
„Les Peintres de Vignes en Caves“ findet jedes Jahr an den Wochenenden nach dem 14. Juli statt. Zu diesem Anlass öffnen die Winzer von Saint-Bris-Le-Vineux ihre Keller für Weinproben und Ausstellungen mit Werken, die meist von Amateurkünstlern stammen. Wein und Kunst treffen hier in einem konkreten Veranstaltungsformat aufeinander.
Für die Reisezeit stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte gegenüber: Baugeschichte und Weinbau prägen die Themen des Ortes, während Kelleröffnungen und Kunstausstellungen an die Wochenenden nach dem 14. Juli gebunden sind. Entscheiden Sie zuerst, ob das jährliche Ereignis Teil Ihrer Planung sein soll; davon hängt ab, ob Sie Ihre Reisezeit gezielt an den aktuellen Veranstaltungsterminen ausrichten möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Lainsecq, Crain, Champignelles, Saint-Clément, Cudot, Avallon, Bussy-Le-Repos, Annay-Sur-Serein
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Yonne.