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Reugny lässt sich über seine Baugeschichte und die Spuren früherer Handwerke kennenlernen. Eine Kirche mit romanischem Ursprung, ein Jugendstilbau und markante Details an Straßen und Gebäuden setzen unterschiedliche zeitliche und thematische Akzente. Für Radinteressierte gibt es außerdem Angaben zu Strecken mit ausgewiesenen Längen.

Der Ort liegt auf halber Strecke des Unterlaufs der Brenne, flussabwärts von Château-Renault. Die Car-Rémi-Linie A verbindet Reugny mit Tours und Château-Renault. Fahrpläne werden jährlich aktualisiert; prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Angaben des Betreibers.

Wege durch und ab Reugny

Die 9 km lange Voie Verte führt durch Reugny, Chançay und Vernou-sur-Brenne. Sie wurde 2014 auf der Trasse einer früheren Strecke eröffnet. Auf der Route Saint-Jacques à vélo beginnt ab Reugny nahe der Brenne ein 7 km langer Abschnitt als voie verte. Für die Orientierung lassen sich die Angaben nach Länge und Verlauf unterscheiden: Bei der 9-km-Voie-Verte sind drei Gemeinden genannt, beim 7-km-Abschnitt der Ausgangspunkt Reugny.

Auch die Aktivität „Petits Explorateurs“ bezieht sich auf die Straßen von Reugny: Sie lädt dazu ein, diese zu erkunden und Fragen zu beantworten, um zehn geheimnisvolle Buchstaben zusammenzusetzen. Damit steht neben den Streckenangaben eine eigene Möglichkeit im Ort, die Erkundung mit einer Rätselaufgabe zu verbinden.

Baugeschichte und Handwerksspuren

Die Kirche in Reugny wurde im 11. und 12. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Im 15., 16. und 19. Jahrhundert wurde sie umgebaut oder erweitert. Zu ihren beschriebenen Baumerkmalen gehört ein gedrehter hölzerner Turmhelm mit Schieferdeckung. So treffen an einem Gebäude der romanische Ursprung und spätere Bauphasen aufeinander.

Die Maison des Osiers, auch „Castel des Osiers“ genannt, entstand 1905 im Jugendstil für Léopold Suberville und Angèle Maupuy. Beide leiteten die Manufacture Tourangelle de Vannerie. Der Bau verbindet damit eine konkrete Jahreszahl und Stilrichtung mit der Geschichte dieser beiden Personen und ihrer beruflichen Rolle.

In der Rue des Alènes ist ein altes Straßenbild erhalten, das wahrscheinlich aus dem Mittelalter stammt. Der Straßenname verweist auf das dort ansässige Handwerk der Schuhmacher und Sattler: Eine Ahle diente dazu, Leder zu durchstechen. Bei Le Navire führt die Form zur Bezeichnung. Das im 15. und 16. Jahrhundert errichtete Gebäude erinnert mit seiner besonderen Gestalt an den Bug eines Schiffes; davon leitet sich sein Beiname ab.

Auch das Waschhaus erzählt von praktischen Aufgaben des Ortes. Seine drei Becken waren getrennt zum Waschen von Kleidung, zum Waschen von Lebensmitteln und zum Tränken von Tieren bestimmt. Errichtet wurde das Waschhaus 1856 vom Architekten Plailly, der in Tours tätig war.

Weingutbesuch nach Terminvereinbarung

Im Domaine d'Orfeuilles sind Besichtigungen des Weinguts und Verkostungen nach Terminvereinbarung möglich. Klären Sie den Termin vor Ihrer Fahrt, da der Besuch an eine Vereinbarung gebunden ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Indre-Et-Loire.

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