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Mit 499 Metern Länge und 20 Bögen setzt das Viaduc de l’Auzon einen markanten Akzent in Cluis. Wanderwege, romanische und mittelalterliche Baugeschichte sowie eine lokale Pilgertradition geben der Reise mehrere unterschiedliche Schwerpunkte.

Wandern und Landschaft

Von der Halle von Cluis aus sind insgesamt fünf Wanderwege zugänglich. Prüfen Sie vor der Wahl die Wegbedingungen und Markierungen vor Ort; so können Sie Ihre Planung an den jeweiligen Hinweisen ausrichten. Der Rundweg Nr. 14 verbindet die Ruinen des Château de Cluis-Dessous mit dem großen Viadukt, das sich über den Bocage-Landschaften des Bas Berry erhebt. Er führt damit zwei sehr unterschiedliche Bezugspunkte zusammen: die Überreste einer Festung und ein großes Bauwerk in der Landschaft. Die Halle ist der Ausgangspunkt, von dem aus die fünf Wanderwege zugänglich sind; der Rundweg Nr. 14 bildet darunter eine konkret beschriebene Verbindung.

Festung, Kirche und Baugeschichte

Die Forteresse de Cluis-Dessous ist als historisches Denkmal eingetragen und wurde auf einem Felssporn errichtet, den die Bouzanne begrenzt. Zu ihren Bauteilen gehören ein Eingangstor mit Überresten einer Zugbrücke, ein Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, eine Ringmauer und Wohngebäude aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die zeitlich unterschiedlichen Elemente geben einen Überblick über die Architektur der Festung und ihrer späteren Wohngebäude. Der Wegbezug zu den Ruinen ist dabei von einem möglichen Zugang zur Festung zu unterscheiden.

Auch die Église Saint-Etienne-et-Saint-Paxent lässt sich anhand ihrer Bauphasen einordnen: Sie wurde vor dem Ende des 12. Jahrhunderts errichtet, ihr Langhaus stammt aus dem 13. Jahrhundert und die Seitenkapellen aus dem 15. Jahrhundert. Zwei abstrakte Glasfenster schuf Jean Mauret, eines 1972 und eines 1975. So stehen an der Kirche frühe Baugeschichte und eine deutlich jüngere künstlerische Gestaltung nebeneinander.

Manoir, Rathaus und Gärten

Das Manoir de Cluis-Dessus ist auf Anfrage am Empfang des Rathauses zugänglich. Wenn Sie den Besuch einplanen, bestätigen Sie die Modalitäten vorab. Im Inneren ist ein Interieur aus der Zeit Ludwigs XIII. mit dekorierten Holzvertäfelungen, Aubusson-Tapisserien und Gemälden aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Auch der Empfangssaal im Rathaus kann nach vorheriger Anfrage bei der mairie besichtigt werden; er ist mit Aubusson-Tapisserien aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet. Die beiden Besuchsmöglichkeiten haben damit eigene Anfragen und sollten getrennt eingeplant werden.

Hinter dem Manoir und dem Rathaus liegen die von Gilles Clément gestalteten Ziergärten, die von der Straße aus zugänglich sind. Die Halle von Cluis ergänzt die historischen Orte um ein Gebäude mit gegenwärtiger Nutzung: Der restaurierte Bau aus dem 17. Jahrhundert besteht fast vollständig aus Holz und wird heute für Märkte, Mahlzeiten, Ausstellungen und weitere Festveranstaltungen genutzt. Architektur, Zugang und Nutzung ergeben hier verschiedene Anlässe, den Ort zu erkunden, ohne dass dafür ein bestimmter Veranstaltungsplan vorausgesetzt werden muss.

Eine religiöse Tradition

Bei den Pilgerfahrten zur Chapelle Notre-Dame de la Trinité wird die Marienstatue am Sonntag nach Pfingsten und am 15. August verehrt. Wenn Sie eine Pilgerfahrt in Ihre Reise einbeziehen möchten, bestätigen Sie die konkreten Jahresarrangements vor Ort. Die Kapelle hat romanische Ursprünge und wurde im 15. Jahrhundert errichtet; damit verbindet sie eine ältere Tradition mit einem späteren Bauzeitraum.

Für die Reiseplanung bieten sich so unterschiedliche Schwerpunkte: der Rundweg zwischen Ruinen und Viadukt, die Baugeschichte von Festung und Kirche oder ein angefragter Besuch im Manoir. Welche davon Sie verbinden, hängt davon ab, welche Orte und Zugangsmöglichkeiten Sie einplanen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Niherne, Orsennes, Saint-Gaultier, Maurepas, Gargilesse-Dampierre, Azay-Le-Ferron, Dunet, Sarzay

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Indre.

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