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Saint-Rimay bietet einen konkreten Zugang zur Geschichte des W3-Komplexes: Die kommentierte historische Wanderung beginnt am Tunnel und ist 6,5 Kilometer lang. Zugleich lassen sich hier weitere Spuren der Ortsgeschichte und unterschiedliche Routenfragen betrachten. Möchten Sie sich vor allem mit dem W3-Hauptquartier befassen, kirchliche Kulturgüter einbeziehen oder Saint-Rimay als Punkt auf einer längeren Wander- oder Radroute berücksichtigen? Laut einer Beschreibung aus dem Jahr 2016 verläuft der Chemin de Trèves durch Saint-Rimay und gehört zu einer Strecke durch insgesamt 14 Gemeinden im Département Loire-et-Cher. Prüfen Sie die Markierung des Chemin de Trèves vor Ort, bevor Sie ihn in eine längere Tour einplanen. Davon zu unterscheiden ist die vorübergehende Umleitung der Vallée du Loir à vélo (V47): Sie beginnt am Ort Piquant in Saint-Rimay. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob diese Umleitung noch gilt.

Die W3-Wanderung und ihr historischer Bezug

Die historische W3-Wanderung ist eine kommentierte Fußwanderung über 6,5 km, die am Tunnel von Saint-Rimay beginnt. Sie kann auch mit einem Mountainbike oder dem eigenen Auto absolviert werden. Für die Wahl des Formats sind diese ausdrücklich genannten Verkehrsmittel eine konkrete Orientierung; Routenbedingungen können dabei eine Rolle spielen. Prüfen Sie deshalb vor der Reise die Bedingungen und auch die Termine der Tour. Für den Besuch der W3-Anlage werden eine Taschenlampe und Wanderschuhe empfohlen.

Die Bauarbeiten am deutschen W3-Hauptquartier begannen im Juli 1942 und endeten im August 1943. Zum W3-Komplex gehören zwei große Bunker, ein Elektrizitätswerk, eine Telefonzentrale, Flakstellungen, Unterstände, Brunnen, Zisternen und Splitterschutzmauern. Die Bestandteile reichen von Kommunikation und Versorgung bis zu Schutzbauten und militärischen Anlagen. An der Telefonzentrale lassen sich Größe und Kommunikationsbezug des Komplexes besonders konkret fassen: Sie war 42 × 12,6 m groß und mit Le Mans, Orléans, Tours und Berlin verbunden. Das Verhältnis der Maße von rund 3,3 zu 1 verdeutlicht die längliche Form der Telefonzentrale.

Die W3-Wanderung führt auch über Le Gondré. Dort befindet sich eine von den Deutschen zur Versorgung des W3-Geländes eingerichtete Quellfassung und Pumpstation. Sie ergänzt die Bunker und die Telefonzentrale um einen weiteren Aspekt des Komplexes: die Wasserversorgung.

Kirchliche Kunst und Denkmalgeschichte

Auch die Kirche von Saint-Rimay bietet einen eigenen kulturellen Bezugspunkt. Dort befindet sich das Ölgemälde „Le Martyre de saint Pierre“. Außerdem gibt es in der Kirche eine Glocke, die am 12. Juli 1943 als geschütztes Objekt eingestuft wurde. Gemälde und Glocke setzen unterschiedliche Akzente: sakrale Kunst und die Geschichte eines Objekts mit Schutzstatus. Damit ergänzen sie die militärhistorische Perspektive des W3-Komplexes um ein weiteres Thema.

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