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Ein erhaltener Befestigungsturm, Natursteinbögen einer ehemaligen Stadtmühle und ein sechseckiger Backsteinturm stehen in Coullons für sehr verschiedene Bauformen. Dazu kommen historische Gebäude, benannte Naturgebiete und Aktivitäten im Freien.

Stadtgeschichte und besondere Bauwerke

Ein Überrest der früheren Stadtmauer ist in Coullons erhalten. Die Mauer schützte einst die geschlossene Stadt; als ihr mutmaßliches Baujahr gilt 1400. Ein weiterer Rest der Befestigung ist der Turm am Place du Paturiau. Er gehört zu einer Anlage, die ursprünglich 16 Türme umfasste. Mauerrest und Turm zeigen zwei erhaltene Bestandteile der früheren Stadtbefestigung.

Auch die Bauwerke mit Bezug zum Wasser unterscheiden sich deutlich. Die ehemalige Stadtmühle in der Rue de la Basse-Cour besitzt halbkreisförmige Bögen aus Naturstein; unter dem Gebäude fließt Wasser hindurch. Das Lavoir nahe dem Pont Janson war ein Waschhaus am Ufer der Aquiaulne. Im Weiler Les Sallés steht ebenfalls an der Aquiaulne eine Wassermühle. So begegnet Wasser in Coullons sowohl als Teil der Mühlenarchitektur als auch im Zusammenhang mit einem früheren Waschhaus.

Die Grange du Prieuré ist eine Scheune aus dem 13. Jahrhundert. Bei Überschwemmungen diente sie lange Zeit den Nutztieren der Höfe an der Loire als Schutz. Das Prieuré Sainte Marie wiederum ist ein Benediktinerpriorat aus dem 15. Jahrhundert. Sein markanter Turm ist sechseckig und aus Backstein. Diese unterschiedlichen Bauformen setzen jeweils eigene Akzente: landwirtschaftliche Nutzung, Klosterbau und eine auffällige geometrische Turmform.

Das Château Dominuze stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert erweitert. Die Chapelle du Château Dominuze entstand 1788 und wurde 1827 restauriert. An der Église Saint-Étienne reicht die Baugeschichte ebenfalls weit zurück: Der heutige Chorraum und der Altarraum wurden nach einem Brand im 15. Jahrhundert errichtet; die Arbeiten waren 1549 abgeschlossen. In der Kirche finden heute regelmäßig Konzerte statt.

Zum kulturellen Bild gehört auch das lokale Handwerk. Les Billots de Sologne fertigt seine gesamte Produktion in einer 1.300 m² großen Holzwerkstatt in Coullons. Das Unternehmen ist als „Entreprise du Patrimoine Vivant“ sowie als „Artisans Ébénistes de France“ eingestuft. Die Werkstatt und die beiden Einstufungen bilden einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als die alten Gebäude: Hier stehen Holzverarbeitung und Handwerk im Mittelpunkt.

Naturgebiete und Aktivitäten im Freien

Zu den Naturbezeichnungen mit Bezug zu Coullons zählen das Natura-2000-Gebiet „Sologne“ sowie zwei ZNIEFF: die „Prairie et aulnaie marécageuse de la Thielle“ und die „Vallée de l’Aquiaulne“. Die Namen unterscheiden die drei Gebiete klar voneinander. Die Naturgebiete bilden einen eigenen Schwerpunkt neben dem historischen Baubestand Coullons.

Der Circuit les Quétins ist eine einfache, 11,5 Kilometer lange Route in Coullons. Er ist zum Wandern, für VTC und für Mountainbiking ausgewiesen.

Für andere Interessen gibt es weitere benannte Möglichkeiten: Am Freizeitgelände an der Plancherotte befindet sich am Ufer des Teichs ein Bouleplatz. Auf der Ferme pédagogique L’Ecrin du Berger können Besucher Schafe, Pferde, Geflügel und Kleintiere entdecken. Für einen Besuch ist eine Reservierung erforderlich. Am Étang des Landes–Aquiaulne ist an einem 7,5 Hektar großen Teich freies Angeln möglich. Diese Optionen unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung – von Bewegung und Boule bis zum Besuch eines Bauernhofs oder zum Angeln – und lassen sich so nach den eigenen Interessen auswählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gidy, Engenville, Château-Renard, Villemandeur, Messas, Fontenay-Sur-Loing, Faverelles, Lorris.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Loiret.

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