Zum Inhalt

Das heutige Gebäude des Château de Landreville stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts; auf einem seiner Schornsteine ist die Jahreszahl 1567 eingetragen. In Bayonville zeigen die Église Notre-Dame, eine gotische Friedhofskapelle und das Waschhaus unterschiedliche architektonische Maßstäbe. Auch der Sentier du château de Landreville führt durch Bayonville. Bauformen und Wegverlauf bieten damit verschiedene Blickwinkel für die Planung eines Aufenthalts.

Historische Bauformen in unterschiedlichen Maßstäben

Das Château de Landreville besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit vier runden Türmen. An drei Seiten ist ein wassergefüllter Graben sichtbar. Der Kontrast zwischen geradem Hauptbau und runden Türmen ergibt sich schon aus der Grundform; die Wassergräben ergänzen die äußere Gestalt. Am 1. August 2006 wurde das gesamte Château einschließlich seiner vier Türme und Wassergräben durch Erlass als Monument historique eingestuft.

Die Église Notre-Dame in Bayonville ist eine bemerkenswerte Kirche mit einem hohen, schlanken Glockenturm und vier Giebeln. Ihr Mauerwerk besteht aus bossierten Steinen aus der Wiederaufbauzeit. „Bossiert“ beschreibt eine bearbeitete, nicht völlig glatte Steinoberfläche; so erhält die Beschreibung neben der Turmform auch eine konkrete Materialqualität. In der Kirche befindet sich außerdem eine Statue Vierge à l’Enfant, also der Jungfrau Maria mit dem Kind. Im Vergleich zum Château liegt der architektonische Akzent hier auf dem schlanken Turm und dem bossierten Mauerwerk statt auf Rundtürmen und Wassergraben.

Die Friedhofskapelle von Bayonville bildet einen anderen Maßstab: Sie ist eine kleine gotische Steinkapelle. Das Waschhaus von Bayonville zeigt wiederum eine rundbogige Öffnung und ein mit Ziegeln gedecktes Satteldach. Bei der Kapelle bestimmen Stil, Größe und Stein die Beschreibung; beim Waschhaus sind es Öffnung und Dach. Diese unterschiedlichen Bauformen lassen sich als eigene Motive wahrnehmen, statt alle historischen Gebäude als eine einheitliche Sehenswürdigkeit aufzufassen.

Wegverlauf und Orientierung

Der Sentier du château de Landreville beginnt in Sivry-les-Buzancy und führt durch Felder und Dörfer über Bayonville und Imécourt. Unterwegs bietet er Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Bayonville liegt somit auf dem Streckenverlauf, ist aber nicht der angegebene Startpunkt – eine wichtige Unterscheidung, wenn Sie den Weg einplanen. Die Route ist mit der Fußweg-Markierung Nummer 24 ausgeschildert. Da sich Markierungen ändern können, prüfen Sie die aktuelle Wegweisung vor dem Aufbruch.

Auf einem Wegabschnitt führt der Weg rechts in die Grande Rue und weiter in Richtung Friedhof. Diese Richtungsangabe ergänzt den Überblick über Felder, Dörfer und durchquerte Orte um einen konkreten Orientierungspunkt. Sie bezieht sich auf einen Abschnitt des Weges, nicht auf den Start der Gesamtstrecke. Für die Planung ist daher hilfreich, den übergreifenden Verlauf von der einzelnen Wegweisung zu unterscheiden: Der Sentier führt durch mehrere Orte, während die Angabe zur Grande Rue einen bestimmten Abschnitt beschreibt.

Für Ihren Aufenthalt stehen so zwei unterschiedliche Interessen im Raum: Bauformen an einzelnen Gebäuden vergleichen oder eine Route durch Felder und Dörfer in die Planung aufnehmen. Die Architektur lässt sich dabei nach Größe, Material und Form betrachten; beim Sentier geben Startort, durchquerte Orte und Wegmarkierung Orientierung.

Weitere Reiseziele entdecken: Donchery, Givet, Glaire, Herbeuval, Rocroi, Boult-Aux-Bois, Maubert-Fontaine, Chevières

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ardennen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.