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1978 wurden in Dosnon drei Menhire freigelegt; einer davon wiegt drei Tonnen. Zwei erhaltene Waschhäuser, die Pfarrkirche und ein unterirdischer Gang ergänzen diese archäologische Spur um weitere klar unterscheidbare Themen. Die Ortsgeschichte reicht von Fundstücken bis zu früherer Wassernutzung. Für die Reiseplanung bietet sich daher ein Blick auf die einzelnen Schwerpunkte an: Archäologie, Kunst und Spuren des Wassers.

Menhire und archäologische Funde

Bei archäologischen Folgegrabungen an der Fundstelle der Menhire kamen Feuersteinkratzer, Muschelschmuck, Tierzähne und römische Bronzemünzen zutage. Die Münzen stammen aus dem 4. Jahrhundert. So stehen monumentale Steinsetzungen und eine Reihe kleinerer Fundstücke nebeneinander; ihr unterschiedlicher Maßstab ist ein hilfreicher Blickwinkel auf Dosnons archäologische Themen. Für den zeitlichen Überblick sind zwei Angaben auseinanderzuhalten: 1978 bezeichnet die Freilegung der Menhire, das 4. Jahrhundert die Datierung der römischen Münzen. Damit stehen ein konkreter Fundvorgang und eine Datierung einzelner Fundstücke im Mittelpunkt, ohne dass die verschiedenen Zeugnisse zu einer einzigen Epoche zusammenfallen.

Kunst in der Pfarrkirche

In der Pfarrkirche von Dosnon befinden sich zwei geschützte Kunstobjekte. Die Vierge de Pitié stammt aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts und befindet sich auf dem Altar im nördlichen Seitenschiff. Ihre Unterschutzstellung erfolgte am 4. September 1956. Das Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert ist ebenfalls als geschütztes Objekt klassifiziert; seine Unterschutzstellung datiert vom 14. Juni 1897. Es zeigt den heiligen Sebastian, die Jungfrau mit dem Kind, den heiligen Michael, die Ältesten der Apokalypse und das Urteil Salomos. Die beiden Werke bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Bei der Vierge de Pitié sind Standort und Datierung besonders konkret, beim Fenster steht die Folge der dargestellten Figuren und Szenen im Vordergrund. Auch die Schutzdaten gehören zu verschiedenen Zeitpunkten und lassen sich den jeweiligen Objekten zuordnen.

Waschhäuser, Fluss und frühere Nutzung

Die beiden erhaltenen Waschhäuser säumen gemeinsam mit den Brücken einen Spazierweg im Ortskern. Ihre Nutzung gehört zur Ortsgeschichte: Die Waschhäuser wurden bis in die 1970er-Jahre verwendet. Das größere der beiden wurde 2018 originalgetreu restauriert, mit Ausnahme der beweglichen Plattform aus Eichenholz. So unterscheiden sich die Geschichte der früheren Nutzung und die konkrete Restaurierungsgeschichte des größeren Bauwerks. Auch der Fluss gehört zu diesem Themenkreis: Die Lhuîtrelle fließt durch Dosnon und mündet anschließend in die Aube. Früher lieferte sie die Antriebskraft für eine Mühle im Ort. Der Fluss verbindet damit eine geografische Orientierung mit einer historischen Nutzung; die heutige Beschreibung des Wasserlaufs und die frühere Mühlenkraft sind dabei zwei unterschiedliche Aspekte.

Unterirdischer Gang und weiterer Themenblick

Der unterirdische Gang von Saint-Didier ist in Tuffstein gehauen und verläuft in zwei Hauptrichtungen, die nahezu rechtwinklig zueinander stehen. Für die Vorstellung seiner Form hilft der Vergleich mit zwei fast rechtwinklig angeordneten Achsen. Hier liegt das Augenmerk also auf Verlauf und Gestein, anders als bei den einzelnen Fundstücken der Menhirgrabungen oder den Darstellungen in der Kirche. Einen weiter gefassten Themenblick bietet die Route de la Craie: Sie stellt das aus Kreide errichtete bauliche Erbe und die typischen Landschaften des Aube-Tals heraus. So stehen neben den konkreten historischen Spuren in Dosnon auch bauliches Erbe und Landschaft als überörtliche Themen im Blick.

Weitere Reiseziele entdecken: Bouilly, Paisy-Cosdon, Barberey-Saint-Sulpice, Clérey, Chaource, Montiéraméy, Fontaine-Mâcon, Montaulin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aube.

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