Landreville ist ein Weinbaudorf im Herzen der Côte des Bar. Der Ort liegt an einem Hang, der sich vom Tal der Ource bis zu den Weinbergen oberhalb erstreckt. Weinbau, sakrale Baukunst und Wege entlang von Gärten, Wiesen und Wasser geben unterschiedliche Einblicke in den Ort.
Weinberge und Landschaft
Die Weinberge von Landreville umfassen 280 Hektar. Sie sind zu etwa 80 Prozent mit Pinot Noir, zu 17 Prozent mit Chardonnay und zu 3 Prozent mit Pinot Meunier bepflanzt. Damit stellt Pinot Noir den größten Anteil. Die Fläche kann sich verändern; die Sortenanteile können sich allmählich verschieben. Der Hang verbindet das Tal der Ource mit den höher gelegenen Weinbergen und prägt so die örtliche Landschaft.
Kirche, Kapelle und Ortsgeschichte
Die Église de l’Assomption de Marie wurde in vier Bauphasen errichtet. An der Kirche sind Elemente aus dem 12., 16. und 18. Jahrhundert sichtbar. Seit 1989 ist sie als Monument historique klassifiziert. Im Inneren befinden sich ein Hauptaltar und zwei seitliche Retabel von Jean-Baptiste Bouchardon. So treffen an einem Bauwerk mehrere historische Zeitschichten und die Arbeit eines namentlich bekannten Künstlers zusammen.
Die Chapelle Sainte-Béline steht auf einer Anhöhe in grüner Umgebung, die zur Ruhe und Betrachtung einlädt. Aus einer ursprünglichen Behausung wurde ein Heiligtum. Die Fontaine Sainte-Béline befindet sich an dem Ort, an dem der Überlieferung zufolge das Martyrium der jungen Béline stattgefunden haben soll. Die Erzählung bleibt damit eine örtliche Überlieferung und keine gesicherte historische Tatsache.
La Maison du Temps qui Passe vereint archäologische, historische und kulturelle Zeugnisse Landrevilles in einem Museumsraum. Zu den dort gezeigten Themen gehören Zeugnisse eines merowingischen Friedhofs, der Knopfherstellung, des Tabakanbaus und des früheren örtlichen Handels. Der Besuch dieses Museums setzt einen anderen Schwerpunkt als die Betrachtung der Kirchenbauten: Hier stehen mehrere Aspekte der Ortsgeschichte nebeneinander.
Wege und kulturelle Angebote
Auf der Trasse der ehemaligen, abgebauten Bahnlinie wurden begehbare und gepflegte Wege entlang von Gärten und Wiesen angelegt. Der Entdeckungspfad führt am Wasser entlang zu zwei Mühlen am Mühlgraben. Die Wegbeschreibungen setzen somit verschiedene Akzente: Die eine folgt der früheren Bahntrasse, die andere dem Wasserlauf und den Mühlen.
Ein Führer der Côte des Bar für 2019–2020 beschreibt den Tour de Sainte-Béline mit einer Länge von 4,4 Kilometern und einer Dauer von etwa 1 Stunde und 10 Minuten. Prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Aufbruch vor Ort. Diese zeitliche Orientierung ist besonders dann hilfreich, wenn Sie die Tour mit anderen Vorhaben des Tages abstimmen möchten.
Auch örtliche Vereine gestalten das Kulturangebot. Landrivilla macht das historische, religiöse, literarische, architektonische, landschaftliche und gastronomische Erbe Landrevilles öffentlich zugänglich. Der Verein organisiert Ausstellungen, Konferenzen, kulturelle Ausflüge und Begegnungen mit Künstlern; einzelne Aktivitäten können je nach Saison variieren. Landreville au Fil des Mots organisiert Konferenzen und Ausstellungen zur lokalen Geschichte und bietet kulturelle Reisen an, die sich je nach Programm ändern können. Wenn Sie ein bestimmtes Angebot einplanen möchten, prüfen Sie die jeweiligen Termine vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: Lavau, La Saulsotte, Mussy-Sur-Seine, Gyé-Sur-Seine, Bucey-en-Othe, Virey-Sous-Bar, Kanton Marcilly-Le-Hayer, Villenauxe-La-Grande.
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