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Choiseul bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise: einen Rundweg mit angegebenem Zeitrahmen und eine Geschichte, die von einer mittelalterlichen Motte bis zu Bauwerken aus späteren Jahrhunderten reicht.

Der Circuit de découverte de Choiseul

Der Circuit de découverte de Choiseul ist ein 3 km langer Rundweg mit 93 m Höhenunterschied. Er beginnt und endet in Choiseul und ist ein sehr leichter Spazierweg; die Gehzeit beträgt etwa zwei Stunden. Die Angaben helfen bei unterschiedlichen Fragen der Planung: Die Kilometer nennen die Streckenlänge, der Höhenunterschied beschreibt das Auf und Ab, und die ungefähre Dauer gibt einen zeitlichen Rahmen. Sie können diesen Rahmen für Ihren Tag einplanen, ohne ihn als genaue Zeitvorgabe zu verstehen. Wegbedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie beides vor dem Aufbruch.

Von der Motte zur Dorfgeschichte

Auf der Butte Saint-Nicolas befand sich einst eine feudale Motte aus dem 11. Jahrhundert. Eine Motte ist eine mittelalterliche Burganlage mit befestigtem Hügelkern. Das zugehörige Schloss wurde 1573 während der Religionskriege zerstört und im 17. Jahrhundert im Dorf Choiseul wiederaufgebaut. Die zeitliche Abfolge unterscheidet die frühere Befestigung auf der Anhöhe vom späteren Wiederaufbau im Dorf: 1573 steht für die Zerstörung, das 17. Jahrhundert für den erneuten Bau. So erschließt sich die Ortsgeschichte nicht durch eine einzelne Jahreszahl, sondern durch einen Wandel über mehrere Jahrhunderte.

Kirche und Lavoir

Die Église Notre-Dame-de-l'Assomption de Choiseul ist im Stil der Flamboyantgotik gestaltet und bewahrt romanische Reste des ehemaligen Priorats. In dieser Verbindung treffen unterschiedliche architektonische Zeitschichten aufeinander: Die romanischen Reste verweisen auf ältere Bauteile, während die Flamboyantgotik eine spätere Formensprache bezeichnet. Für Reisende mit Interesse an Baugeschichte ist gerade diese Kombination ein eigener Ansatzpunkt.

Das Lavoir de Choiseul, ein Waschhaus, befindet sich im Zentrum des Dorfes und wurde kürzlich restauriert. Sein Glockenturm hat vier Zifferblätter; außerdem gehören eine Glocke mit Hammer und ein Brunnen dazu, der eine große Viehtränke mit Wasser versorgt. Diese Ausstattung verbindet das Bauwerk mit dem Thema Wasser und der früheren Nutzung einer Tränke für Vieh. Wenn Sie das Lavoir in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Zustand.

Das Château de Nettancourt

Das Château de Nettancourt ist ein befestigtes Haus, das die Familie Nettancourt-Haussonville in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtete. Dafür verwendete sie Materialien der abgetragenen alten Festung, des Château « d’en haut ». Von der Anlage sind heute ein Wohntrakt, zwei große quadratische Ecktürme der Umfassungsmauer und ein befestigtes Tor an der Rückseite des Grundstücks erhalten. Damit lässt sich die Baugeschichte auch an den wiederverwendeten Materialien und den erhaltenen Teilen nachvollziehen.

Für die Besuchsplanung ist die Zugangsbeschränkung wichtig: Das Château ist privat und nur von außen sichtbar. Es ist daher keine Innenbesichtigung vorgesehen. Zusammen mit den unterschiedlichen Bauformen in den weiteren historischen Themen ergibt sich ein Schwerpunkt auf Orts- und Architekturgeschichte, während der Circuit eine eigenständige Spaziergangsoption mit ungefährer Dauer bietet.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haute-Marne.

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