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Bernardvillé liegt auf 340 Metern Höhe in einem ruhigen Tal zwischen Weinbergen und Wiesen am Fuß des Ungersbergs. Für einen Aufenthalt bietet der Ort zwei klare Schwerpunkte: markierte Wege durch die Weinberge und hinauf zu den Kämmen sowie die Dorfkirche und die Abtei Notre-Dame de Baumgarten mit ihrer Geschichte. So können Sie Ihre Planung danach ausrichten, ob Landschaft und Bewegung oder historische Sakralbauten im Mittelpunkt stehen sollen.

Landschaft und Wege

Von den Gassen Bernardvillés führen mehrere markierte Wege direkt durch die Weinberge oder hinauf zu den Kämmen des Ungersbergs. Der Berg ist von Bernardvillé aus direkt erreichbar und mit 901 Metern der höchste Punkt des Massivs. Der allmähliche Anstieg durch den Wald führt zu Ausblicken über die elsässische Ebene, den Schwarzwald und die umliegenden Dörfer. Für den Ausflug stehen damit unterschiedliche Landschaftsschwerpunkte gegenüber: Wege durch die Weinberge oder ein bewaldeter Aufstieg mit Fernblick. Der Vergleich ist konkret: Die Wege aus den Gassen erschließen die Weinberge; der Ungersberg bündelt Waldanstieg, Kamm und Aussicht an einem Ziel.

Bernardvillé ist seit dem 1. September 1971 als geschützter Landschaftsbereich eingetragen.

Kirche Saint-Antoine-Ermite

Die Dorfkirche Saint-Antoine-Ermite ist seit 1371 belegt und bewahrt gotische Fenster aus ihren mittelalterlichen Ursprüngen. Ihre Baugeschichte setzt sich in späteren Etappen fort: 1750 wurde die Kirche umgebaut und erweitert, unter anderem mit einem neu errichteten Chor; 1828 folgte eine Restaurierung. So lassen sich am selben Bauwerk mittelalterliche Elemente und Veränderungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert unterscheiden. Zur Ausstattung gehören zwei Rokokoaltäre, zwei Retabel und zwei Statuen. Als beteiligte Bildhauer sind Johann Faller, Mathias Faller und Philippe Rauch genannt. Auch die Orgel hat eine eigene Zeitlinie: Die Firma Stiehr-Mockers erbaute sie 1852, 1984 wurde sie vollständig restauriert.

Abtei Notre-Dame de Baumgarten

Die Abtei Notre-Dame de Baumgarten wurde 1125 vom Straßburger Bischof Cunon de Michelbach gegründet. Am 3. Dezember 2009 nahm sie nach 484 Jahren Unterbrechung das klösterliche Leben wieder auf; damit wurde das kontemplative weibliche Zisterzienserleben in diesem Tal wiederhergestellt. Die Abtei in Bernardvillé liegt am Jakobsweg, wodurch sich Klostergeschichte und Pilgerweg an einem benannten Ort begegnen. Der Empfang ist für alle zugänglich, und die Kirche ist zur Teilnahme an den liturgischen Feiern der Gemeinschaft geöffnet. Wenn Sie eine Teilnahme oder einen Besuch einplanen, prüfen Sie die praktischen Arrangements vor der Anreise.

Für die kulturhistorische Auswahl unterscheiden sich die beiden Orte klar: An der Dorfkirche stehen Bauphasen, Fenster und Ausstattung im Vordergrund, bei der Abtei Gründung, Wiederaufnahme des klösterlichen Lebens und Jakobsweg. So können Sie Architektur- und Ausstattungsgeschichte sowie Kloster- und Pilgergeschichte einzeln oder zusammen gewichten.

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