Eichhoffen liegt am Fuß des Hangs des Grand Cru Moenchberg, am Rand des Vogesenmassivs. Weinlandschaft und Sakralbauten prägen den Ort; auch die Biografie des Humanisten Mathias Ringmann gehört zur Ortsgeschichte. Für Ihren Aufenthalt ergeben sich damit mehrere konkrete Schwerpunkte: Weinbau, Architektur und Entdeckungstouren durch Dörfer und Weinbergpfade.
Weinberge und Grand Cru Moenchberg
Der Grand Cru Moenchberg liegt oberhalb von Eichhoffen an einem nach Süden bis Südosten ausgerichteten Hang in einer von Weinbergen geprägten Landschaft. Die Lage befindet sich auf 230 bis 260 Metern Höhe; Eichhoffen selbst liegt am Fuß des Hangs. Weinberge bedecken den größten Teil des Gemeindegebiets. Hanglage und Rebkultur prägen so den geografischen Zusammenhang zwischen Grand Cru und Ort.
Der Grand Cru gehört zu Andlau und Eichhoffen und umfasst 11,83 Hektar. Auf ihm sind Riesling, Pinot Gris und Gewürztraminer angepflanzt. Die Weine des Moenchberg werden mit einer ausgeprägten, einhüllenden Säure und salziger Länge beschrieben; als Fruchtaromen werden Grapefruit und Mango genannt. So können Sie die Angaben getrennt betrachten: Die Sorten beschreiben die Bepflanzung, die Aromen und der Säureeindruck den Charakter der Weine.
Kirchen und Ortsgeschichte
Die Kirche Saint-André wurde 1865 nach Plänen des Straßburger Architekten Jehu erbaut; die Pläne stammen aus dem Jahr 1863. Drei figürliche Glasfenster, geschaffen 1866, zeigen den heiligen Andreas, den heiligen Florentius und die heilige Odilia von Alsace. Damit bietet die Kirche sowohl einen konkreten Bauzeitpunkt als auch eine namentlich bestimmbare Bildausstattung. Sie ist täglich geöffnet; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.
Die Kapelle Saint-Jean-Baptiste reicht in ihrer Geschichte weiter zurück: Im 11. Jahrhundert war sie zunächst eine private Kapelle des Abtes des Klosters Altorf; 1569 wurde sie umfassend umgebaut. Sie gehörte zu den früheren Besitzungen der Abtei Altorf in Eichhoffen. Durch Erlass vom 27. Februar 1936 wurde die Kapelle als Monument historique eingestuft. Im Unterschied zur im 19. Jahrhundert erbauten Saint-André stehen hier der mittelalterliche Ursprung, der Umbau im 16. Jahrhundert und die klösterliche Verbindung im Mittelpunkt. Die Kapelle ist auf Anfrage geöffnet; stimmen Sie einen Besuch daher vorher ab.
Zur Ortsgeschichte gehört außerdem Mathias Ringmann. Der Humanist wurde 1482 in Eichhoffen geboren und gab dem amerikanischen Kontinent seinen Namen. Damit kommt zur Architektur eine biografische Perspektive auf die Ortsgeschichte hinzu.
Entdeckungstouren und Aufenthalt
Vom Bahnhof Eichhoffen aus sind Entdeckungstouren durch die Dörfer und Weinbergpfade zugänglich. Das ergänzt die Ortsgeschichte um eine Möglichkeit, auch Dorf- und Weinberglandschaft in den Aufenthalt einzubeziehen. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können Sie zunächst entscheiden, ob die Ortsgeschichte, der Weinbau oder solche Touren den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
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