In Reinhardsmunster treffen Rundwege auf markante Felsen, Burgruinen und Zeugnisse einer örtlichen Heiligenverehrung. Für die Planung bietet sich ein Blick auf die unterschiedlichen Schwerpunkte an: Ein Weg ist mit Länge und Höhenmetern beschrieben, andere führen zu benannten Felsformationen oder historischen Zielen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Zielen
Der Rundweg La porte du Valhalla beginnt an der Kirche von Reinhardsmunster. Er ist 7,5 Kilometer lang, weist 350 Höhenmeter auf und ist als leicht eingestuft. Damit gibt es für diesen Rundweg konkrete Angaben zu Streckenlänge, Höhenunterschied und Schwierigkeit. Der Rundweg Traversée du Tannenwald startet am Kirchenparkplatz. Der Rundweg Wuestemberg-Ochsenstein beginnt ebenfalls in Reinhardsmunster und erreicht über den Krappenfels-Pass die Ruinen der Burgen von Ochsenstein.
Weitere Rundwege setzen andere Akzente bei den Zielen: Der Tour du Geissfels führt an der Felsnadel Spill vorbei, weiter zum Gipfel des Geissfels und zum Unterstand Geissfelswasen. Lieux légendaires führt zur Felsnadel Spill, zum Felsen Geisfels, zur Table des Géants und zum Menhir Sattelfels. Die benannten Stationen geben einen konkreten Eindruck davon, welche Felsen und Kulturdenkmale zu den jeweiligen Touren gehören. Für eine weiter reichende Wanderung führt auch der Fernwanderweg GR®53, die Durchquerung des Vogesenmassivs, durch die Gemeinde. Prüfen Sie bei der Planung dieses Weges die Wegbedingungen vorab. Die Route Boucle des châteaux de Saverne führt ebenfalls durch Reinhardsmunster.
Burgruinen und lokale Geschichte
Das Château d'Ochsenstein ist eine Burgruine und war das Lehen des mittelalterlichen Hauses Ochsenstein, einer einflussreichen Familie des Elsass. Die Burg wurde wahrscheinlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Rundweg Wuestemberg-Ochsenstein verbindet seine Route mit den Ruinen der Burgen von Ochsenstein; Grand Ochsenstein ist die größte und einzige zugängliche der drei Ochsenstein-Burgen.
Die Kapelle Saint-Léger steht außerhalb des Dorfes Reinhardsmunster im umfriedeten Bereich des Friedhofs. Sie befindet sich an der Stelle der früheren Kirche von Dillersmunster. Ihr profiliertes Eingangsportal stammt möglicherweise aus dem frühen 17. Jahrhundert; auch ein romanisches Relief wurde aus dem früheren Heiligtum übernommen. Die Verehrung des heiligen Léger entwickelte sich hier zu einer besonders starken lokalen Tradition, löste eine Wallfahrt aus und besteht bis in die Gegenwart fort.
Auch der Menhir Sattelfels verbindet eine markante Form mit einer historischen Funktion: Der 2,5 Meter hohe Stein hat im oberen Teil die Form eines Sattels und dient mindestens seit 1747 als Grenzmarkierung. Wer sich für unterschiedliche Arten örtlicher Überlieferung interessiert, findet hier neben der Wallfahrt und den Burgen ein weiteres konkretes Beispiel.
Felsen und Landschaft
Die Table des Géants ist ein Dolmen natürlichen Ursprungs. Ihre Maße geben dem Namen einen anschaulichen räumlichen Bezug: Sie ist 3,5 Meter lang, 2,5 Meter breit und 1,8 Meter hoch. Der Geisfels wiederum ist eine Felsspitze mit einem etwa 40 Meter hohen Steilabfall. Wenige Meter unterhalb seines Gipfels liegt eine kleine, schwer zugängliche Höhle. Schälchen vor dem Eingang werden mit einer früheren Kultstätte in Verbindung gebracht; diese Deutung bleibt eine mögliche Einordnung.
Weitere markante Punkte ergänzen das Bild der Umgebung. Der Rocher des Pandours bietet einen Blick über die Ebene von Marmoutier. Der Rocher de la Spille ist neun Meter hoch und liegt nahe eines Startplatzes für Gleitschirme. Der Rocher du Hibou erhielt seinen Namen, weil seine Form an einen nachtaktiven Greifvogel erinnert. Reinhardsmunster liegt außerdem innerhalb der ZNIEFF des Typs II Collines du Piémont vosgien avec grands ensembles de vergers, de Saverne à Mutzig.
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