Zum Inhalt

Steinbourg lässt sich aus zwei Blickwinkeln kennenlernen: über markierte Wanderwege sowie über Baugeschichte und örtliche Überlieferung. Die Pfarrkirche Saint-Pierre, Saint-Paul und La Fontaine aux Enfants stehen für unterschiedliche Aspekte des Kulturerbes. Zwei Routen lassen sich sowohl nach ihrer ausgewiesenen Länge als auch nach ihrem Thema vergleichen.

Wanderwege nach Länge und Thema

Für den Streckenvergleich stehen zwei konkrete Angaben bereit: Der Sentier des Arbres Remarquables ist 9 km lang und mit gelber Ringmarkierung gekennzeichnet; der Circuit André Weckmann misst 4,8 km und trägt eine rote Ringmarkierung. Damit ist der Circuit um 4,2 km kürzer. Die Markierungsfarben unterscheiden die Wege zusätzlich. Der Sentier führt durch den Wald Vogelgesang und erfasst auf dem Gemeindegebiet von Steinbourg zwölf bemerkenswerte Bäume. Diese zeichnen sich durch ihre Größe, ihr Erscheinungsbild, ihr Alter oder ihre Bedeutung aus. Der Circuit wurde angelegt, um das Natur-, Kultur- und Geschichtserbe von Steinbourg hervorzuheben. Für Ihre Auswahl sind damit zwei Kriterien greifbar: die Streckenlänge und der jeweilige Schwerpunkt. Beim Sentier ist es die Auswahl bemerkenswerter Bäume, beim Circuit der ausdrücklich genannte Bezug zu Natur, Kultur und Geschichte.

Eine Kirche mit langer Baugeschichte

Die Pfarrkirche Saint-Pierre, Saint-Paul ist seit 1371 belegt. Die frühere Kirche wurde 1789 wiederaufgebaut, 1896 zerstört und 1897 durch einen von Heinrich Hannig errichteten Neubau ersetzt. Der Beleg von 1371 und der Neubau von 1897 markieren unterschiedliche Stationen der Kirchengeschichte. Die Pfarrkirche besitzt drei Schiffe; ihr Hauptmauerwerk besteht aus Sandstein und behauenen Werksteinen. So lassen sich die zeitliche Entwicklung, die Gliederung des Kirchenraums und die Angaben zum Mauerwerk als verschiedene Aspekte des Bauwerks betrachten.

La Fontaine aux Enfants: Bauform und Überlieferung

Ein weiteres Kulturerbe ist La Fontaine aux Enfants, ein historischer Wasserbehälter aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. An der Basis besitzt er ein sechseckiges Eichenholzgerüst, das von Quadersteinen aus Vogesensandstein überragt wird. Der örtliche Volksglaube schrieb der Fontaine die Fähigkeit zu, einen Kinderwunsch zu erfüllen, wenn Zucker hineingeworfen wurde. Damit stehen an der Fontaine konkrete bauliche Merkmale neben einer örtlichen Überlieferung, die als Volksglaube überliefert ist.

Ökologischer Kontext und Besuchsplanung

Steinbourg ist in der ZNIEFF „Paysage de collines avec vergers du Pays de Hanau“ aufgeführt. Die Abgrenzungen dieses ökologischen Inventars können überarbeitet werden. Der Inventareintrag ergänzt die Wander- und Kulturerbethemen um eine ökologische Perspektive. Das Schloss von Steinbourg beherbergt derzeit das Rathaus und die Gemeindebibliothek. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Benfeld, Duttlenheim, Hunspach, Andlau, Scharrachbergheim-Irmstett, Ottersthal, Bischwiller, Epfig

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.