Zum Inhalt

Thanvillé verbindet ein vielschichtiges Kulturerbe mit einem gestalteten Garten und einer eigenständigen Kulturrunde. Das Château führt die Ortsgeschichte bis zu einer Festung des 11. Jahrhunderts zurück; in der Kirche Saint-Jacques erzählen Orgel und bemalte Holztafel von späteren Epochen. Der Jardin Lilaveronica ergänzt diese historischen Themen um gestaltete Landschaft und eine Ausstellung zur Tier- und Pflanzenwelt. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Interesse an Architektur, Kunst oder Natur ausrichten.

Château de Thanvillé: vom Festungsplatz zum Herrenhaus

Das Château de Thanvillé entstand an der Stelle einer Festung aus dem 11. Jahrhundert. Diese überwachte den Eingang zum Vallée de Villé und erhob auf der alten Route du Sel Zölle. Äußerlich bewahrt das Château das Erscheinungsbild eines Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert. Östlich ist ihm ein großer quadratischer Hof vorgelagert, den landwirtschaftlich genutzte Nebengebäude an drei Seiten umgeben. Herrenhaus, Hof und Wirtschaftsgebäude geben der Anlage ihre charakteristische räumliche Gliederung.

Bei einer geführten Besichtigung mit einem Guide der AOC können Besucher im Château mehr als zehn Jahrhunderte Geschichte entdecken. Das Angebot richtet sich nach dem aktuellen Besucherprogramm; prüfen Sie daher vor der Reise den Besichtigungskalender. Die Führung und ein selbstständiger Rundgang sind unterschiedliche Möglichkeiten, die Ortsgeschichte kennenzulernen.

Kirche Saint-Jacques und historische Kunst

Die heutige Kirche von Thanvillé wurde 1784 an der Stelle einer zuvor erweiterten Kapelle errichtet. Ein besonderes Augenmerk gilt der Orgel: Joseph Stiehr schuf sie 1833. Ihr Instrumentalteil ist seit 1980 als Monument historique eingetragen. Restaurierungen oder Umbauten folgten 1898 durch Rinckenbach, 1951 durch Roethinger und 1957 durch Schwenkedel. Damit lässt sich die Geschichte des Instruments auch anhand seiner späteren Eingriffe nachzeichnen.

In der Kirche befindet sich außerdem eine bemalte Holztafel mit einer Kreuzigungsszene. Sie stammt aus der Kapelle des Château de Thanvillé und wird möglicherweise ins 15. Jahrhundert datiert. Die unsichere Datierung gehört zu ihrer Geschichte; die Herkunft aus der Schlosskapelle ist davon zu unterscheiden.

Gartenlandschaft und Biodiversität

Der Jardin Lilaveronica liegt hinter dem Château de Thanvillé. Gestaltete Landschaftsperspektiven, vielfältige Bepflanzung und ein Wasserelement prägen den Garten. Die Ausstellung „Biodiversité à ciel ouvert“ führt anhand von 160 großformatigen Fotografien auf einem Rundgang durch Tierwelt, Pflanzenwelt und Landschaften. Wenn Sie die Ausstellung einplanen, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Besuchsmodalitäten.

Rundwege und Panoramablicke

Der Sentier Wurzel führt von der Colline Saint-Gilles zum Château de Thanvillé und gilt als Weg mit eindrucksvollen Panoramablicken. Beim Circuit du patrimoine de Thanvillé stehen dagegen das Rundwegformat und die ungefähre Dauer im Mittelpunkt: Der ausgeschilderte Weg ist für einen selbstständigen Spaziergang von etwa 1,5 bis 2 Stunden angelegt. Da sich die örtliche Beschilderung ändern kann, lohnt sich ein aktueller Blick auf die Wegweisung.

Für die Planung ist vor allem der Unterschied zwischen geführten und selbstständigen Formaten nützlich: Die Château-Besichtigung hängt vom aktuellen Besucherprogramm ab, während der Circuit du patrimoine als eigenständiger Spaziergang beschrieben ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Hœrdt, Molsheim, Breuschwickersheim, Dorlisheim, Rangen, La Vancelle, Urbeis, Kutzenhausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bas-Rhin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.