Eine etwa acht Meter hohe Kaskade in einem felsigen Kessel und Wanderwege mit klaren Streckenangaben geben Urmatt ein konkretes Naturprofil. Hinzu kommen La Porte de Pierre aus rosa Buntsandstein und Zeugnisse der Ortsgeschichte. Für die Tourenwahl lohnt der Blick auf die unterschiedlichen Eckdaten: Der Circuit des Croix hat eine Dauerangabe, die Sentiers des Géants bestehen aus mehreren kombinierbaren Schleifen.
Wanderrouten mit unterschiedlichen Eckdaten
Der Circuit des Croix ist ein 9 km langer Rundweg und dauert etwa drei Stunden. Er ist für alle Altersgruppen geeignet und umfasst mehrere Kalvarienberge; einige stammen aus der Zeit der Französischen Revolution. Damit verbindet die Route eine bezifferte Strecke mit historischen Wegzeichen.
Die Sentiers des Géants setzen einen anderen Akzent: Fünf Spaziergangsschleifen von jeweils 6 bis 8 km Länge und höchstens 300 Höhenmetern Aufstieg lassen sich miteinander kombinieren. Die Wahl kann sich an der gewünschten Streckenlänge und am maximalen Aufstieg orientieren. Im Vergleich zum Circuit des Croix steht hier nicht eine einzelne Rundtour, sondern die Auswahl und Kombination mehrerer Schleifen im Vordergrund.
Eine weitere Wanderoption ist die Etappe Urmatt–Schirmeck. Sie ist mit dem roten Rechteck des Club Vosgien markiert und verläuft als Grande Randonnée GR® 53. Ab dem Col de l’Engin folgt sie dem GR® 5. Wegverhältnisse und örtliche Markierungen können sich ändern; prüfen Sie beides vor dem Aufbruch.
Kaskade und Sandsteinformation
Die Kaskade des Soultzbach liegt in einem felsigen Kessel oberhalb von Urmatt und bildet einen etwa 8 Meter hohen Wasserfall. Ein Weg führt entlang des Bachs zu ihr.
La Porte de Pierre ist ein Naturdenkmal aus rosa Buntsandstein im Wald des Donon-Massivs. Ihre Doppeltor-Form ist 5 Meter hoch und 7 Meter breit; sie liegt auf 858 Metern Höhe. Die beiden Naturziele setzen unterschiedliche Akzente: Wasser und felsiger Kessel bei der Kaskade, eine markante Sandsteinform bei La Porte de Pierre.
Kirche, Garten und Bildhauerei
Die Kirche Sainte-Croix in Urmatt wurde nach den Plänen des Architekten Alexandre Matuzynski errichtet. Am 29. Oktober 1865 weihte Monsignore Raes, der Bischof von Straßburg, sie ein. Das Datum und der Architekt geben dem Gebäude eine konkrete historische Einordnung.
Der Jardin du Souvenir ist öffentlich zugänglich und wurde 2021 renoviert. Bestätigen Sie den Zugang am besten vor einem geplanten Besuch.
Auch Bildhauerei gehört zur Kulturgeschichte Urmatts: Bei zwei Bildhauersymposien entstanden 17 monumentale Werke unter den Titeln „In situ“ und „La Roche Solaire“. Sie bilden eine eigenständige kulturelle Spur neben der Kirche und dem Garten.
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