Für Wintzenbach lassen sich zwei klare Schwerpunkte wählen: der Sentier du Gaenseliesel als Wanderoption und die Ortsgeschichte mit Kirchen und Erinnerungsorten. Der Weg hat eine konkrete Länge, eine ungefähre Dauer und eine rote Markierung; sein Verlauf am Bach sowie zwischen Obstgärten und Gehölzen gibt ihm ein erkennbares landschaftliches Profil. Die historischen Details reichen von der Baugeschichte der Kirchen bis zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein oder den historischen Bezügen des Ortes nachgehen möchten.
Eine Wanderung mit klaren Eckdaten
Der Sentier du Gaenseliesel ist 6 km lang und beginnt am Parkplatz des Foyer avicole. Eine rote Ringmarkierung kennzeichnet den Weg. Er gilt als leichte Wanderung; als Dauer sind etwa 1 Stunde und 30 Minuten angesetzt. Mit rund eineinhalb Stunden erhalten Sie einen Anhaltspunkt für die Tagesplanung; die sechs Kilometer beschreiben dazu den Umfang der Strecke. Entlang eines Bachs führt der Weg zwischen Obstgärten und Gehölzen hindurch. Bach, Obstgärten und Gehölze geben der Tour unterschiedliche landschaftliche Bezüge. Außerdem ist der Weg mit Mothern verbunden. Zusammen zeichnen diese Angaben die Wanderung über Zeitrahmen, Landschaft und Ortsbezug aus.
Kirchen zwischen Baugeschichte und Ortsbezug
Die Kirche Saint-Gilles steht seit drei Jahrhunderten auf einem Hügel oberhalb von Wintzenbach. Sie wurde 1722 erbaut; die Jahreszahl ist am Eingangsportal und an der Tür zur Sakristei eingraviert. Die beiden Stellen machen das Baujahr zu einem konkreten Baudetail, das an unterschiedlichen Teilen der Kirche erscheint. Zur Ausstattung gehört eine Orgel, die teilweise von Michel Stiehr gefertigt wurde. Baujahr, Inschriftenorte und Orgel eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Kirche: ihre Errichtung und ihre Ausstattung. Die protestantische Kirche von Wintzenbach befindet sich in der Rue du Château-de-Bagnac. Für die Einordnung der beiden Kirchen ergeben sich damit unterschiedliche Bezugspunkte: Saint-Gilles steht auf dem Hügel oberhalb des Ortes, während die protestantische Kirche über ihre Straßenadresse verortet ist.
Denkmäler und Erinnerungen an den Krieg
Das Kriegerdenkmal von Wintzenbach gilt als einzigartig im Elsass und wurde von François Saure geschaffen. Eine Stele zu Ehren von Hauptmann Pierre Claude wurde 1947 eingeweiht. Claude wurde im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen abgeschossen und stürzte auf einem Feld in Wintzenbach ab. Ein weiterer Kriegsbezug ist der Lancaster III mit der Seriennummer ND755. Er stürzte im Oktober 1944 nordwestlich von Wintzenbach ab; die acht Besatzungsmitglieder sind auf dem protestantischen Friedhof des Ortes begraben. Die Daten beziehen sich auf verschiedene Ereignisse: 1947 bezeichnet die Einweihung der Stele, Oktober 1944 den Absturz des Lancaster. Auch die Formen des Gedenkens unterscheiden sich: Die Stele ehrt eine benannte Person, während zur Geschichte des Lancaster der Absturz und die Gräber seiner achtköpfigen Besatzung gehören. Zusammen mit der Baugeschichte der Kirchen zeigt diese Chronologie, wie unterschiedliche Epochen in den Erinnerungsorten Wintzenbachs aufscheinen.
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