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Kappelen bietet mehrere klar unterscheidbare Zugänge: sakrale Baugeschichte, historische Mühlennutzung und ein Landschaftsthema am Wurmbach. Besonders aufschlussreich ist der Kontrast zwischen der Saint-Wolfgang-Kapelle, in der auch heute Messen und Prozessionen stattfinden, und früheren Gebäuden mit veränderter Nutzung. Eine Rundwanderung führt ebenfalls durch Kappelen. Für Ihre Reiseentscheidung können Sie abwägen, ob religiöse Architektur, Industriegeschichte oder Naturbezug den stärksten Ausschlag gibt.

Kapellen und Kirchen: Baugeschichte und religiöse Nutzung

Die Saint-Wolfgang-Kapelle liegt seit dem 13. Jahrhundert zwischen Kappelen und Stetten. Auch heute empfängt sie Gläubige zu Messen und Prozessionen. Ihre Kassettendecke besteht aus 21 Tafeln. Die Kapelle steht damit zugleich für eine seit dem 13. Jahrhundert bestehende Lage zwischen zwei Orten und für religiöse Nutzung in der Gegenwart.

Bei Saint-Michel kommen mehrere Bau- und Nutzungsschichten hinzu. Die ehemalige Saint-Michel-Kapelle wurde 1847 durch eine Verlängerung des Kirchenschiffs um neun Meter in eine Kirche umgewandelt. Die neue Saint-Michel-Kirche besitzt ein Glasfenster, das Kapitel 12 der Offenbarung des Johannes darstellt. So stehen ein baulicher Wandel und ein konkretes biblisches Bildthema als unterschiedliche Betrachtungspunkte nebeneinander.

Ein lokaler Beitrag aus dem Jahr 2021 schildert die ehemalige Saint-Michel-Kirche als 1977 profaniert; ihr Langhaus diente seitdem als Gemeinderaum. Diese historische Nutzung ist von der religiösen Nutzung der Saint-Wolfgang-Kapelle zu unterscheiden.

Mühlen und ein ehemaliges Pfarrhaus

Die Hintere Muehle war nach Modernisierungen und der Installation von Elektromotoren bis 1958 in Betrieb. Zur Niederen Muehle gehört eine notarielle Urkunde vom 27. Juli 1692: Sie genehmigte den Bau einer Getreidemühle mit Wasserzufuhrkanal zwischen Kappelen und Brinckheim. Die beiden Mühlengeschichten setzen an verschiedenen Punkten an: Bei der Hinteren Muehle geht es um Betrieb und technische Modernisierung, bei der Niederen Muehle um eine Genehmigung zum Bau mit konkreter Zweckbestimmung und Wasserzufuhr.

Auch das ehemalige Pfarrhaus von Kappelen ergänzt die Baugeschichte um einen anderen Gebäudetyp. Es wurde 1746 nach Plänen von Blaise von Runcz errichtet. Zusammen mit den Kirchen und Mühlen bietet es einen weiteren Blick auf historische Bauten im Ort, ohne dass alle dieselbe frühere Funktion hatten.

Wurmbach und Rundwanderung

Das kommunale Feuchtgebietsnetz am Wurmbach in Kappelen umfasst vier Senken und einen pädagogisch ausgerichteten Teich. Zum Projekt gehörte eine Nachbeobachtung bis 2023. Für Naturinteressierte ist das ein eigener Zugang neben der Rundwanderung: Hier stehen die Bestandteile eines Feuchtgebietsprojekts im Mittelpunkt, dort die Landschaftsräume entlang einer Strecke.

Die Rundwanderung Bartenheim–Kappelen führt durch Felder, an Waldrändern und durch Dorfbereiche und verläuft auch durch Kappelen. Wenn Sie die Runde zum Anlass für Ihre Reise nehmen, prüfen Sie vor der Planung den aktuellen Routenstand.

Weitere Reiseziele entdecken: Rammersmatt, Vogelgrun, Kaysersberg, Lapoutroie, Niederhergheim, Niedermorschwihr, Bergheim, Gueberschwihr

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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