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Leimbach verbindet religiöse Baugeschichte mit Weinbau und zwei thematisch unterschiedlichen Wegen. Für die Reiseplanung stehen damit ein jährlich wiederkehrender Termin rund um den heiligen Blasius, historische Sakralbauten und der Blick auf die Weinlandschaft zur Wahl.

Kirchen, Kapellen und ihre Geschichte

Die Saint-Blaise-Kirche von Leimbach wurde zwischen 1925 und 1927 erbaut. Die Pfarrei feiert ihren Schutzpatron Blasius jedes Jahr am ersten Sonntag im Februar. Zur jährlichen Feier gehört, dass die Gläubigen gesegneten Wein aus der Reliquie des Schutzpatrons trinken. Wer die Blasius-Tradition in die Reiseplanung einbeziehen möchte, hat mit diesem Sonntag einen festen Kalenderpunkt.

Ein weiterer historischer Bezug sind die Ruinen der ehemaligen Kirche Saint-Blaise. Sie liegen am Ortsausgang von Leimbach in Richtung Rammersmatt im Gottesthal-Tal; die ehemalige Kirche wird erstmals 1181 erwähnt. Zu den Ruinen gehört ein romanischer Portalvorbau aus der frühen Bauphase. So verbindet sich ein konkreter historischer Bezug mit einem architektonischen Detail der erhaltenen Anlage.

Die Kapelle Notre-Dame de la Heiden stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und ist eine ehemalige Wallfahrtskapelle. 1840 wurde sie vergrößert. In der Kapelle kann eine Marienstatue verehrt werden. Die frühere Nutzung als Wallfahrtskapelle, die Erweiterung im 19. Jahrhundert und der religiöse Bezug zur Marienstatue geben der Baugeschichte jeweils einen eigenen Akzent.

Weinlandschaft und Wege

Der Sentier viticole du Gottestal ist eine sehr leichte, etwa einstündige Wanderung über 3,5 Kilometer. Die Route bietet einen 360-Grad-Blick auf den Grand Cru du Rangen, benachbarte Weinberge und die elsässische Ebene. Mit Streckenlänge, ungefährem Zeitbedarf und Panoramablick lässt sich dieser Weg gut nach unterschiedlichen Interessen einordnen.

Die Balade les 3 chênes et l'oratoire de la Vierge setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie führt vom Friedhof der Kirchenruine in Leimbach zu einem Waldoratorium. Während beim Sentier viticole die Weinlandschaft und der Rundumblick im Mittelpunkt stehen, sind bei dieser Balade Ausgangspunkt und Ziel die konkreten Orientierungspunkte. So können Sie zwischen einer Wanderung mit Blick auf Weinberge und Ebene und einem Weg zu einem Oratorium im Wald wählen.

Auch die Weinproduktion hat konkrete lokale Bezüge. Am Standort Obere-Heiden werden auf etwa sechs Hektar Pinot Blanc, Pinot Noir und Chardonnay für die Herstellung von Crémant angebaut. Die Trauben vom Standort Kalkgruben in den Weinbergen von Leimbach werden für den Pinot Gris „Clos Gottestal“ verwendet. Die Weinberge von Leimbach sind ganzjährig zugänglich.

Für die zeitliche Planung stehen damit zwei unterschiedliche Anker zur Verfügung: die Feier am ersten Sonntag im Februar und die ganzjährige Zugänglichkeit der Weinberge. So können Sie entscheiden, ob der Aufenthalt an einen bestimmten religiösen Termin anknüpfen oder das Thema Wein unabhängig davon den Schwerpunkt bilden soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Hartmannswiller, Eschbach-Au-Val, Walbach, Brunstatt, Vœgtlinshoffen, Illzach, Sierentz, Balschwiller.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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