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Lucelle lässt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: Die ehemalige Zisterzienserabtei erzählt von einer langen Baugeschichte, während Spaziergänge am Lac de Lucelle die Tier- und Pflanzenwelt in den Blick rücken. Für Ihre Planung können Sie abwägen, ob Sie mehr Zeit für die geschützten Abteireste, die Natur oder eine Wanderung vorsehen möchten.

Die ehemalige Abtei und ihre Baugeschichte

Die Zisterzienserabtei wurde 1124 als erste Zisterzienserabtei auf Reichsgebiet gegründet. 1346 trat an die Stelle des romanischen Heiligtums eine gotische Kirche. Nach einem Brand im Jahr 1699 wurde die Abtei von 1708 bis 1750 vollständig wiederaufgebaut. Diese Daten geben der Anlage einen weit gespannten historischen Rahmen: Von der Gründung über den Wechsel zum gotischen Kirchenbau bis zum Wiederaufbau nach dem Brand veränderte sich der Ort über mehrere Jahrhunderte.

Zum geschützten Bestand gehören Reste der ehemaligen Einfriedung mit dem Hauptportal und der Brücke über die Lucelle. Hinzu kommen der große Brunnen am Eingang der Gärten, die Gärten mit ihren Terrassen und der großen Freitreppe sowie das Portal des Hauses von Abt Delphis. Auch die ursprünglichen unteren Teile der ehemaligen Scheune (Restaurant) und der ehemaligen Schmiede (Kapelle) sind erfasst. Zur ehemaligen Herberge gehört ihre vollständige Innenausstattung; außerdem stehen der Boden und die darin enthaltenen Überreste unter Schutz. Die Abtei ist teilweise als Monument historique geschützt. Die Eintragung erfolgte am 6. Februar 1996.

Ein weiteres Kapitel der örtlichen Klostergeschichte führt zur Chapelle Notre-Dame: Abbé Lidy errichtete sie 1968 auf dem Gelände der ehemaligen Hochöfen der Zisterziensermönche von Lucelle. Das gibt dem Ort neben den erhaltenen Teilen der Abtei einen zweiten konkreten Bezug zur früheren Tätigkeit der Mönche.

Spaziergänge am Lac de Lucelle

Das Naturschutzgebiet Réserve Naturelle du lac de Lucelle liegt im Kanton Jura und ermöglicht die Beobachtung der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt. Ein ruhiger, etwa 30-minütiger Spaziergang führt durch das Gebiet. Dieser Weg ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich; informative Tafeln stehen entlang der Strecke. Damit bietet er eine Möglichkeit, Naturbeobachtung und kurze Gehzeit zu verbinden.

Für die Umgebung des Lac de Lucelle ist außerdem ein 45-minütiger Spaziergang angegeben. Die beiden Zeitangaben helfen Ihnen, den geplanten Aufenthalt nach verfügbarer Gehzeit auszurichten: Der etwa halbstündige Spaziergang im Naturschutzgebiet ist mit Tafeln und Rollstuhlzugang verbunden, während der 45-minütige Spaziergang die Umgebung des Sees erschließt. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Spaziergänge und sollten bei der Planung nicht als eine gemeinsame Route verstanden werden.

Wandern und die Anreise planen

Die Wanderung Lucelle les vieilles fermes beginnt auf dem Gelände der Abtei. Über einen Abstecher in die Schweiz führt sie zu einem ungewöhnlichen Felsunterstand über dem Quelllauf eines Flusses. Der Startpunkt macht die Wanderung zu einer eigenen Möglichkeit, die historische Seite Lucelles mit einer Route zu verbinden, die auch in die Schweiz führt.

Das Gelände der Ancienne Abbaye Cistercienne de Lucelle wird von einer regelmäßigen Bus- beziehungsweise Straßenbahnlinie bedient. Wenn Sie diese Verbindung für Ihre Reise nutzen möchten, prüfen Sie vor der Abfahrt den Fahrplan. Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zunächst den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: Abteigeschichte, Naturbeobachtung oder die Wanderung mit ihrem Start auf dem Abteigelände. Die Spaziergangsdauern und die angegebene Zugänglichkeit des Weges im Naturschutzgebiet geben dabei konkrete Orientierung für Ihre Tagesplanung.

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