Markirch (Sainte-Marie-aux-Mines) verbindet eine lange Bergbaugeschichte mit textiler Produktion, Kirchen und Wegen im Freien. Fast 3.000 Hektar Wald liegen vollständig innerhalb des Gemeindegebiets. Der historische Bergbau reicht weit über eine einzelne Anlage hinaus: Zwischen 938 und 1940 wurden in Markirch und seiner Umgebung insgesamt mehr als 1.100 Bergwerke angelegt; zusammen umfassten sie fast 300 Kilometer unterirdische Stollen. Einzelne Besichtigungen führen an bestimmte Orte und Strecken dieser Geschichte.
Bergbaugeschichte unter Tage
Die unterirdische Besichtigung von Tellure führt über eine 850 Meter lange Strecke durch Galerien, die im 16. Jahrhundert von Menschen angelegt wurden. Tellure ist ein touristischer Komplex, der auf der Mine Saint-Jean Engelsbourg errichtet wurde. Diese Mine wird auch „La Colonne Saint-Jean“ genannt und als größter von Menschenhand geschaffener unterirdischer Hohlraum des Massif des Vosges bezeichnet.
Bei einem Besuch von Tellure werden außerdem lebensgroße Szenen aus dem Alltag der Bergleute des 16. Jahrhunderts gezeigt. Die Mine Saint-Louis Eisenthür setzt einen anderen zeitlichen Rahmen: Ihre unterirdische Erkundung durch Galerien aus dem 16. Jahrhundert ist als halbtägig angelegt und führt bis zur Salle de l'Avalanche, dem Treffpunkt dreier ehemaliger Silberminen des Massif des Vosges. Geführte Besichtigungen gibt es nach Terminvereinbarung oder auf Anfrage. Für die Zeitplanung steht damit eine bezifferte Strecke von 850 Metern einer als halbtägig angelegten Erkundung gegenüber.
Kirchen und Spuren der Stadtgeschichte
Die Église St-Pierre-sur-l'Hâte wird seit dem 12. Jahrhundert erwähnt und im 16. Jahrhundert umgebaut. 1685 wurde sie zwischen der katholischen und der protestantischen Gemeinschaft geteilt. Der Schlüssel zur Kirche kann beim Fremdenverkehrsamt des Val d'Argent abgeholt werden; klären Sie die Besuchsmodalitäten vor der Anreise. Eine weitere sichtbare Spur der Stadtgeschichte sind die Türmchenhäuser: Sie markieren im Stadtbild Orte der Macht und sind nur auf der elsässischen Seite der Stadt sichtbar.
Patchwork, Textil und Wege im Freien
Das Carrefour Européen du Patchwork findet jedes Jahr im September in Sainte-Marie-aux-Mines, Sainte-Croix-aux-Mines, Lièpvre und Rombach-le-Franc statt. Es umfasst mehr als 30 Ausstellungen internationaler Künstler; die Zahl kann je Ausgabe variieren. Da die Veranstaltung mehrere Orte einbezieht, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Termine und die Verteilung der Veranstaltungsorte beim Veranstalter zu prüfen.
Im Unterschied zum jährlich terminierten Festival besteht das Tissage des Chaumes weiterhin und stellt hochwertige Fantasiewolle für europäische Haute-Couture-Häuser her. Wer zusätzlich draußen unterwegs sein möchte, findet in Markirch markierte Wander- und Mountainbikewege. Unterhalten werden diese Wege vom Club Vosgien und vom Fahrradverein.
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